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Zeichnung

Allegorie von Kriegesruhm und häuslichem Glück (Frieden und Krieg)

1817

Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
Inventarnummer
GHz/Sch.I.292,0711
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:28491

Feder in Schwarz, Pinsel, Aquarell.

Beschriftung

linke Blatthälfte mit Feder in Braun: Kriegsruhm und häusliches Glück. / Jüngst wollt‘ ich wißen was beßer sey, kurzes Leben und langer / Ruhm, oder auch das umgekehrt? Da ich mich davon belehren wollte, / ging ich den Papyrus her zu holen, um zu lesen was der alte blinde / Mann davon gesagt, von dem die Kunde geht, er sey vor allen an= / dern Männern klug gewesen. Ich suchte nach der Stelle wo / geschrieben steht, daß Thetis ihren Sohn zum Lycomedes brachte, / und ihn in Frauenkleider zu verstecken bat. Und da ich in die / Kapsel greifen wollte, fand ich ein Nest von Myrtenreisern, / durchflochten mit goldenen Fäden, die Tauben aus Cythereu’s / Gürtel zupften, schön gebaut mit zwey jungen Tauben. Die / Alten saßen auf dem Rande sich schnäbelnd, und mit Liebes=, / küßen sich ermunternd, frische Reiser zum Nest zu holen. / Nun bedarf ich den Papyrus nicht. Von der Liebesgöttin zarten / Tauben will ich das Schnäbeln lernen, will von ihnen das Kosen / lernen, lernen will ich Junge aufzuziehen, will immer ohne Galle / seyn.

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