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Zeichnung
Granitfelsen der Luisenburg
1785
- Inventarnummer
- GGz/0130
- Inventarnummer
- GGz/0130
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:211248
Bleistift
Die Zeichnung entstand während Goethes erster Reise ins Fichtelgebirge im Sommer 1785.
Dargestellt sind die Granitfelsen der Burgsteinfelsen bei der Luisenburg im Fichtelgebirge, mit den für das Gestein typischen Klüftungen.
Das Blatt ist links und rechts zugeschnitten, unten abgetrennt und oben befindet sich die Schöpfkante. Einstichlöcher sind in allen Ecken zu erkennen. Das Papier fand für eine weitere Zeichnung aus dem Fichtelgebirge Verwendung (GGz/1148).
Die erste Reise ins Fichtelgebirge war ein mehrtägiger Zwischenstopp vom 30. Juni bis zum 4. Juli 1775 auf dem Weg nach Karlsbad in Begleitung von Karl Ludwig von Knebel. Während gemeinsamer Wanderungen entstanden unter anderem mehrere Zeichnungen von Granitfelsen. Das Thema der Felsformen und Gesteinsklüftungen beschäftigte Goethe seit der zweiten Schweizreise 1779, bei der dritten Harzreise 1784 gelang es ihm durch seine Zeichnungen und Beobachtungen am Granit zu Gesetzmäßigkeiten vorzustoßen (vgl. Wagenbreth 1968, S. 70). Während Wagenbreth die verwitterten Granitfelsen mit vorwiegend waagerechter Klüftung im Corpus beschreibt, vermag er sie nicht mit Sicherheit zu identifizieren (vgl. Corpus Vb, S. 74-75). Kahler gelang schließlich die Identifizierung als Burgsteinfelsen bei der Luisenburg (vgl. Kahler 1999, S. 362), die in zwei weiteren Zeichnungen dargestellt sind (vgl. GGz/0132, Corpus Vb 183 ). In seinen Notizen zur Reise im Fichtelgebirge schreibt beschreibt Goethe die Felsen der Luisenburg (ehem. Luxburg, Luchsburg): „Sie sind wegen ihrer Größe höchst merkwürdig. […] Wenige mögen mehr in ihrer ersten Lage stehen, doch sind sie mehr zusammengeschoben, als eingestürzt. Sie machen die herrlichsten Massen.“ (WA II 10, S. 259). Die Granitfelsen der Luisenburg suchte Goethe erneut 1820 Fichtelgebirge auf und befasste sich in seinem Aufsatz ‚Die Luisenburg bei Alexanders-Bad‘ (WA II 10, S. 230-231) mit der Entstehung der Granitfelder.
Laut Knebels Tagebuch und seinen Aufzeichnungen fand der Ausflug zur Luisenburg am 3. Juli 1785 statt: „Diesen Morgen fuhren wir, unter starkem Gewitterregen, nach der Luxburg. Wir bestiegen die prächtigen Granitfelsen, die daselbst noch in zerstreuten und aufgethürmten Trümmern liegen.“ (BuG II, S. 532 / Online-Edition: BuG II, BuG02_A_2393 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG02_A_2393 (Version vom 02.09.2024)).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Dargestellt sind die Granitfelsen der Burgsteinfelsen bei der Luisenburg im Fichtelgebirge, mit den für das Gestein typischen Klüftungen.
Das Blatt ist links und rechts zugeschnitten, unten abgetrennt und oben befindet sich die Schöpfkante. Einstichlöcher sind in allen Ecken zu erkennen. Das Papier fand für eine weitere Zeichnung aus dem Fichtelgebirge Verwendung (GGz/1148).
Die erste Reise ins Fichtelgebirge war ein mehrtägiger Zwischenstopp vom 30. Juni bis zum 4. Juli 1775 auf dem Weg nach Karlsbad in Begleitung von Karl Ludwig von Knebel. Während gemeinsamer Wanderungen entstanden unter anderem mehrere Zeichnungen von Granitfelsen. Das Thema der Felsformen und Gesteinsklüftungen beschäftigte Goethe seit der zweiten Schweizreise 1779, bei der dritten Harzreise 1784 gelang es ihm durch seine Zeichnungen und Beobachtungen am Granit zu Gesetzmäßigkeiten vorzustoßen (vgl. Wagenbreth 1968, S. 70). Während Wagenbreth die verwitterten Granitfelsen mit vorwiegend waagerechter Klüftung im Corpus beschreibt, vermag er sie nicht mit Sicherheit zu identifizieren (vgl. Corpus Vb, S. 74-75). Kahler gelang schließlich die Identifizierung als Burgsteinfelsen bei der Luisenburg (vgl. Kahler 1999, S. 362), die in zwei weiteren Zeichnungen dargestellt sind (vgl. GGz/0132, Corpus Vb 183 ). In seinen Notizen zur Reise im Fichtelgebirge schreibt beschreibt Goethe die Felsen der Luisenburg (ehem. Luxburg, Luchsburg): „Sie sind wegen ihrer Größe höchst merkwürdig. […] Wenige mögen mehr in ihrer ersten Lage stehen, doch sind sie mehr zusammengeschoben, als eingestürzt. Sie machen die herrlichsten Massen.“ (WA II 10, S. 259). Die Granitfelsen der Luisenburg suchte Goethe erneut 1820 Fichtelgebirge auf und befasste sich in seinem Aufsatz ‚Die Luisenburg bei Alexanders-Bad‘ (WA II 10, S. 230-231) mit der Entstehung der Granitfelder.
Laut Knebels Tagebuch und seinen Aufzeichnungen fand der Ausflug zur Luisenburg am 3. Juli 1785 statt: „Diesen Morgen fuhren wir, unter starkem Gewitterregen, nach der Luxburg. Wir bestiegen die prächtigen Granitfelsen, die daselbst noch in zerstreuten und aufgethürmten Trümmern liegen.“ (BuG II, S. 532 / Online-Edition: BuG II, BuG02_A_2393 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG02_A_2393 (Version vom 02.09.2024)).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
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