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Zeichnung
Granitfelsen vom Ahrensklint (recto); Studien zur Granitklüftung (verso)
1784
- Inventarnummer
- GGz/0141
- Inventarnummer
- GGz/0141
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:211231
Bleistift (recto); Bleistift, Schwarze Kreide (verso)
Vorder- und Rückseite zeigen mehrere Studien zu Granitfelsen am Ahrensklint mit den für das Gestein typischen Klüftungen sowie schematische Skizzen.
Der Foliobogen ist an allen Seiten leicht zugeschnitten und weist in der Mitte eine vertikale Knickfalte auf. Vorder- und Rückseiten sind die Hälften für jeweils verschiedene Studien in unterschiedlicher Ausrichtung des Blattes genutzt. Einstichlöcher sind oben und unten mittig zu erkennen.
Die Zeichnung wird der dritten Harzreise zugeordnet (vgl. Corpus Vb, S. 69), die Goethe im Herbst 1784 in Begleitung von Georg Melchior Kraus unternahm, mit dem Ziel geologische Motive zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Für Goethes Geologie müssen daher sowohl seine eigenen als auch die äußerst naturgetreuen Zeichnungen von Kraus berücksichtigt werden (vgl. Wagenbreth 1968, S. 65-66). Die verschiedenen Darstellungen zeigen Teile der Ahrensklint genannten Granit-Felsformation am Erdbeerkopf. Die Felsen finden sich bei Goethe in weiteren Studien (Corpus Vb Nr. 167) sowie in mehreren Zeichnungen von Kraus (KHz/AK1151, KHz/AK1200, KHz/AK2403, KHZ/AK2415 und KHz/AK2421). Die Kennzeichnung „AK.“ bezieht sich dementsprechend auf ‚Ahrensklint‘ und gibt mitunter Aufschluss über die Ausrichtung der Skizze und ist auf den Blättern beider Künstler zu finden. Die schematische Skizze auf der linken Hälfte der Rückseite setzt Wagenbreth mit einer weiteren Prinzipskizze zur Granitklüftung in Verbindung (vgl. Corpus Vb S. 69 und Corpus Vb 165b). Das Thema der Felsformen und Gesteinsklüftungen beschäftigte Goethe seit der zweiten Schweizreise 1779, bei der dritten Harzreise gelang es ihm durch seine Zeichnungen und Beobachtungen am Granit zu Gesetzmäßigkeiten vorzustoßen (vgl. Wagenbreth 1968, S. 70).
Granitklippen am Ahrensklint, oder auch „Arendsberger Klippen“ erwähnt Goethe im geognostischen Tagebuch am 4. September 1784 (WA II 9, S. 160 / Online-Edition: GT I, 4.9.1784 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_1080 (Version vom 02.09.2024)), eine Entstehung der Zeichnung an diesem Tag ist daher anzunehmen.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung
Eigenhändig mit Bleistift: Linker Rand Mitte die Initialen "AK" (=Ahrensklint) geben die richtige Stellung der Skizze an. (Im Querformat gesehen) rechts von der linken Felsstudie: "Ahrensklind, wo die eine Seite ausgezeichnet ist"; Unten "NB gleich dabei lange Schaalen hinabwärtsgehend"
Eigenhändig mit Bleistift: Linker Rand Mitte die Initialen "AK" (=Ahrensklint) geben die richtige Stellung der Skizze an. (Im Querformat gesehen) rechts von der linken Felsstudie: "Ahrensklind, wo die eine Seite ausgezeichnet ist"; Unten "NB gleich dabei lange Schaalen hinabwärtsgehend"
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