Bild anklicken für die vergrößerbare Ansicht (IIIF).
Zeichnung
Weibliche Proportionsfigur (recto); Auge und Lippe (verso)
1780
- Inventarnummer
- GGz/0916
- Inventarnummer
- GGz/0916
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209992
Bleistift, Feder in Braun (recto); Bleistift (verso)
Die Zeichnung gehört zu einer Gruppe nach Vorlagen gezeichneter anatomischer Studien, die um 1780/81 entstanden sind (GGz/0079, GGz/0106, GGz/0107, GGz/0916, GGz/1787, GGz/1788, GGz/2245).
An allen vier Seiten finden sich mittig Einstichlöcher. Knickspuren machen deutlich, dass die Zeichnung wie ein Brief gefaltet war. Die starr gezogenen und wiederholt angesetzten Umrisslinien geben die Darstellungen als Kopien zu erkennen.
Das Blatt vereint zwei Proportionsstudien, die aus Albrecht Dürers 1528 erschienenen Büchern zur menschlichen Proportion mit kleineren Abweichungen kopiert wurden. Die linke Darstellung einer weiblichen Figur entspricht der Tafel Di (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/duerer1528/0042), die rechte Darstellung der Tafel EI (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/duerer1528/0051). Nicht übernommen wurden die Maßskalen, die Dürers Proportionsdarstellungen begleiten.
Goethes Beschäftigung mit Dürers Proportionslehre lässt sich anhand eines Briefes an Johann Heinrich Meyer für das Frühjahr 1781 nachweisen. Am 13. März schreibt der Dichter, dass er „[a]uf einen Canon männlicher und weiblicher Proportion loszuarbeiten, […] das anatomische Gebäude näher zu studieren und die schönen Formen, welche die äußere Vollendung sind, zu suchen […] manches vorgearbeitet habe.“ (Goethes Briefwechsel mit Heinrich Meyer, Bd. 1, S. 54).
Goethe verfügte in seiner Bibliothek über ein Exemplar der Dürerschen Proportionslehre (Ruppert-Nachtrag 109; https://opac.lbs-weimar.gbv.de/DB=2.5/XMLPRS=N/PPN?PPN=150724667) das heute allerdings nicht mehr vorhanden ist. Möglicherweise hat Goethe die beiden Darstellungen aus seinem Exemplar auf dem Blatt kompiliert.
Christoph Orth, 2025-06-24
An allen vier Seiten finden sich mittig Einstichlöcher. Knickspuren machen deutlich, dass die Zeichnung wie ein Brief gefaltet war. Die starr gezogenen und wiederholt angesetzten Umrisslinien geben die Darstellungen als Kopien zu erkennen.
Das Blatt vereint zwei Proportionsstudien, die aus Albrecht Dürers 1528 erschienenen Büchern zur menschlichen Proportion mit kleineren Abweichungen kopiert wurden. Die linke Darstellung einer weiblichen Figur entspricht der Tafel Di (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/duerer1528/0042), die rechte Darstellung der Tafel EI (https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/duerer1528/0051). Nicht übernommen wurden die Maßskalen, die Dürers Proportionsdarstellungen begleiten.
Goethes Beschäftigung mit Dürers Proportionslehre lässt sich anhand eines Briefes an Johann Heinrich Meyer für das Frühjahr 1781 nachweisen. Am 13. März schreibt der Dichter, dass er „[a]uf einen Canon männlicher und weiblicher Proportion loszuarbeiten, […] das anatomische Gebäude näher zu studieren und die schönen Formen, welche die äußere Vollendung sind, zu suchen […] manches vorgearbeitet habe.“ (Goethes Briefwechsel mit Heinrich Meyer, Bd. 1, S. 54).
Goethe verfügte in seiner Bibliothek über ein Exemplar der Dürerschen Proportionslehre (Ruppert-Nachtrag 109; https://opac.lbs-weimar.gbv.de/DB=2.5/XMLPRS=N/PPN?PPN=150724667) das heute allerdings nicht mehr vorhanden ist. Möglicherweise hat Goethe die beiden Darstellungen aus seinem Exemplar auf dem Blatt kompiliert.
Christoph Orth, 2025-06-24
Bezüge im Wissensnetz
Teil der Sammlung (26)
Museumsbestand (KSW)26 Einträge — alle anzeigen →
Handelt über (18)
KSW-ProjekteThemen (8)
Weitere Quellen8 Einträge anzeigen
Material (3)
Goethe-Texte- 237
- 272
- Bleistift, Feder in Braun (recto); Bleistift (verso)
Wird dargestellt durch (1)
Weitere QuellenZugehöriger Ort (1)
Weitere QuellenKategorie (1)
Weitere Quellen- Graphische Sammlungen