Bild anklicken für die vergrößerbare Ansicht (IIIF).
Zeichnung
Kopie von 'Der Tritonenkampf'
1780
- Inventarnummer
- GGz/1943
- Inventarnummer
- GGz/1943
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209984
Untersatz aus blauem Papier, Rahmenlinien mit Feder und Pinsel in Schwarz auf dem Untersatz; Bleistift, Feder in Grau, Pinsel in Grau (laviert)
Das Blatt gehört zu einer Gruppe von vier Zeichnungen Goethes aus den Jahren 1781/82, die Radierungen Wilhelm Ernst Dietrichs kopieren. ‚Der Tritonenkampf‘ (Linck 44) fand Goethe in der herzoglichen Sammlung vor (DK 42/01).
Bemerkenswert erscheint in diesem Fall die Montierung der Zeichnung. Das Blatt ist auf blaues Papier aufgezogen und mit mehreren, unterschiedlich dicken schwarzen Linien umfasst. Aufgrund der rückseitigen Aufschrift auf dem blauen Untersatzpapier in Goethes eigener Hand, ist zu vermuten, dass die Montierung von Goethe selbst oder zumindest unter seiner Aufsicht vorgenommen wurde. Möglicherweise hatte Goethe die Zeichnung als Geschenk vorgesehen. Dafür könnte auch sprechen, dass die Zeichnung nicht in Goethes Nachlass überliefert wurde, sondern erst im 20. Jahrhundert in den Bestand kam.
Laut Aufschrift ist die Zeichnung am 4. November 1780 auf Schloss Kochberg entstanden. Am Tag zuvor hatte sich Goethe nachweislich mit Druckgrafiken beschäftigt, wie aus seinem Brief an Johann Caspar Lavater hervorgeht: „Die Kupfer, die noch hier sind wäre mir lieb wenn du sie dem Herzog überließest, er sammelt jetzt und hat schöne Freude und Sinn daran.“ Ebenso belegt der Brief, dass Goethe in diesen Tagen zeichnete: „Ich kanns nicht lassen, ich muss immer bildeln.“ (WA IV 5, S. 328 / Online-Edition: GB 4, Nr. 190, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR190_0 (Version vom 02.09.2024)). Es erscheint vor diesem Hintergrund plausibel, dass sich auch Radierungen Dietrichs unter den Blättern befanden, darunter jene, die Goethe als Vorbilder für seine Kopien nutzte und die dann Eingang in die großherzogliche Sammlung fanden.
Einstichlöcher finden sich oben und unten jeweils in der Blattmitte.
Provenienz
Vor 1916 | Erwerb durch Frau Uhlmann, Darmstadt, Erwerbsart unbekannt.
1916 | Verkauf von Frau Uhlmann, Darmstadt, an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1].
Quellen zur Provenienz
[1] GNM Neuerwerbungsbuch (1912-1929), S. 52, Nr. 7, erworben mit Mitteln der Vereinigung der Freunde des Goethehauses zu Weimar (1910-1945): „Frl. Ulmann, Darmstadt aus d. Mitteln der Vereinigung dr. Freunde des Goethehauses“; laut Corpus I, S. 107-108, Nr. 309: „Neuerwerbung 1916 von Frl. Uhlmann, Arnstadt“.
Christoph Orth, 2025-06-24
Bemerkenswert erscheint in diesem Fall die Montierung der Zeichnung. Das Blatt ist auf blaues Papier aufgezogen und mit mehreren, unterschiedlich dicken schwarzen Linien umfasst. Aufgrund der rückseitigen Aufschrift auf dem blauen Untersatzpapier in Goethes eigener Hand, ist zu vermuten, dass die Montierung von Goethe selbst oder zumindest unter seiner Aufsicht vorgenommen wurde. Möglicherweise hatte Goethe die Zeichnung als Geschenk vorgesehen. Dafür könnte auch sprechen, dass die Zeichnung nicht in Goethes Nachlass überliefert wurde, sondern erst im 20. Jahrhundert in den Bestand kam.
Laut Aufschrift ist die Zeichnung am 4. November 1780 auf Schloss Kochberg entstanden. Am Tag zuvor hatte sich Goethe nachweislich mit Druckgrafiken beschäftigt, wie aus seinem Brief an Johann Caspar Lavater hervorgeht: „Die Kupfer, die noch hier sind wäre mir lieb wenn du sie dem Herzog überließest, er sammelt jetzt und hat schöne Freude und Sinn daran.“ Ebenso belegt der Brief, dass Goethe in diesen Tagen zeichnete: „Ich kanns nicht lassen, ich muss immer bildeln.“ (WA IV 5, S. 328 / Online-Edition: GB 4, Nr. 190, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR190_0 (Version vom 02.09.2024)). Es erscheint vor diesem Hintergrund plausibel, dass sich auch Radierungen Dietrichs unter den Blättern befanden, darunter jene, die Goethe als Vorbilder für seine Kopien nutzte und die dann Eingang in die großherzogliche Sammlung fanden.
Einstichlöcher finden sich oben und unten jeweils in der Blattmitte.
Provenienz
Vor 1916 | Erwerb durch Frau Uhlmann, Darmstadt, Erwerbsart unbekannt.
1916 | Verkauf von Frau Uhlmann, Darmstadt, an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1].
Quellen zur Provenienz
[1] GNM Neuerwerbungsbuch (1912-1929), S. 52, Nr. 7, erworben mit Mitteln der Vereinigung der Freunde des Goethehauses zu Weimar (1910-1945): „Frl. Ulmann, Darmstadt aus d. Mitteln der Vereinigung dr. Freunde des Goethehauses“; laut Corpus I, S. 107-108, Nr. 309: „Neuerwerbung 1916 von Frl. Uhlmann, Arnstadt“.
Christoph Orth, 2025-06-24
Beschriftung
Rückseite eigenhändig datiert und signiert: "Kochberg d 4 ten Nov 80 G"
Rückseite eigenhändig datiert und signiert: "Kochberg d 4 ten Nov 80 G"
Bezüge im Wissensnetz
Teil der Sammlung (27)
Museumsbestand (KSW)27 Einträge — alle anzeigen →
Handelt über (10)
KSW-ProjekteThemen (9)
Weitere Quellen9 Einträge anzeigen
Material (5)
Goethe-Texte- 159
- 200
- 300
- 344
- Untersatz aus blauem Papier, Rahmenlinien mit Feder und Pinsel in Schwarz auf dem Untersatz; Bleistift, Feder in Grau, Pinsel in Grau (laviert)