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Zeichnung
Melina vor dem Richter, Szene aus 'Wilhelm Meisters Lehrjahre'
1777
- Inventarnummer
- GGz/0119
- Inventarnummer
- GGz/0119
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209965
Bleistift, Feder in Braun
Die Zeichnung gehört zu den vergleichsweise seltenen figürlichen Darstellungen Goethes und entstand in den 1770er Jahren.
Dargestellt ist eine Gerichtsszene: Zwischen zwei Figuren, einer Frau und einem Mann, die wahrscheinlich als Zeugin und als Angeklagter auftreten, sitzt ein Richter mit seinem Schreiber an einem Tisch, begleitet von weiteren Figuren. Die Szene wurde als Darstellung der Verhörsituation von Melina und seiner Geliebten in ‚Wilhelm Meisters Lehrjahre‘ gedeutet, wobei sich Text und Darstellung nicht eindeutig entsprechen. Die Anordnung der Figuren ließe sich auf eine Bühne übertragen, wobei die beiden Protagonisten im Vordergrund durch ihre expressiven Gesten miteinander zu interagieren scheinen, während die Figuren des Hintergrundes unbewegt bleiben. Dies unterstreicht auch die zeichnerische Ausführung des Blattes. Nur im Falle der beiden Hauptakteure ist die Bleistiftzeichnung mit der Feder überarbeitet.
Einstichlöcher finden sich an allen Seiten jeweils in der Blattmitte.
Bisher um 1777 datiert, erscheint eine Entstehung des Blatts während Goethes Leipziger Studienzeit ebenfalls denkbar. Aus dieser Zeit haben sich einige Porträtskizzen erhalten, die stilistisch mit den Gesichtstypen des vorliegenden Blattes vergleichbar sind (GGz/0044, GGz/0046, GGz/0047).
Christoph Orth, 2025-06-24
Dargestellt ist eine Gerichtsszene: Zwischen zwei Figuren, einer Frau und einem Mann, die wahrscheinlich als Zeugin und als Angeklagter auftreten, sitzt ein Richter mit seinem Schreiber an einem Tisch, begleitet von weiteren Figuren. Die Szene wurde als Darstellung der Verhörsituation von Melina und seiner Geliebten in ‚Wilhelm Meisters Lehrjahre‘ gedeutet, wobei sich Text und Darstellung nicht eindeutig entsprechen. Die Anordnung der Figuren ließe sich auf eine Bühne übertragen, wobei die beiden Protagonisten im Vordergrund durch ihre expressiven Gesten miteinander zu interagieren scheinen, während die Figuren des Hintergrundes unbewegt bleiben. Dies unterstreicht auch die zeichnerische Ausführung des Blattes. Nur im Falle der beiden Hauptakteure ist die Bleistiftzeichnung mit der Feder überarbeitet.
Einstichlöcher finden sich an allen Seiten jeweils in der Blattmitte.
Bisher um 1777 datiert, erscheint eine Entstehung des Blatts während Goethes Leipziger Studienzeit ebenfalls denkbar. Aus dieser Zeit haben sich einige Porträtskizzen erhalten, die stilistisch mit den Gesichtstypen des vorliegenden Blattes vergleichbar sind (GGz/0044, GGz/0046, GGz/0047).
Christoph Orth, 2025-06-24
Beschriftung
Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
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