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Zeichnung
Schlafender; oder: 'Siesta'
1776
- Inventarnummer
- GGz/0124
- Inventarnummer
- GGz/0124
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209946
Bleistift, Feder in Schwarz, Pinsel in Grau (laviert)
Das Blatt gehört zu einer kleineren Gruppe von Zeichnungen, die sich mit dem Motiv der Siesta befassen und 1776 entstanden (GGz/0126, GGz/0127, GGz/0128, GGz/0129).
Dargestellt ist eine auf der Seite und mit angezogenen Knien schlafender Mann auf einem mit Kissen ausgestattendem Lager. In einer Randnotiz vermutete Hans Wahl, dass es sich bei der Person um Friedrich Hildebrandt von Einsiedel handelt.
Die Zeichnung weist an allen Rändern mittig Einstichlöcher auf.
Die beigefügte Beschriftung in Bleistift „d 12 Juli 7 Arnstad“ ist eigenhändig. Femmel bemerkt allerdings, dass die Ortsangabe falsch sei. Im Tagebucheintrag vom 13. Juni 1776 findet sich indes der Verweis auf Denstedt, genauso wie die Erwähnung Einsiedelns, woraus Wahl seine Interpretation zieht (vgl. WA III 1, S. 16 / Online-Edition: GT I, 13.7.1776 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0088 (Version vom 02.09.2024)).
Goethe reist 1776 in seiner Funktion als Hofbeamter mit Herzog Carl-August durch Thüringen, ab Mitte Juli insbesondere in die Gegend um Ilmenau, wo ein stillgelegtes Bergwerk für Kupferschieferabbau wieder in Betrieb genommen wurde. Denkbar ist, dass die Siesta-Bilder in eben dieser Zeit auf Reisen in der Gruppe entstanden. Die Identifikation des Schlafenden als Einsiedeln, der vielfach in den Tagebüchern dieser Zeit Erwähnung findet, wäre in diesem Kontext durchaus plausibel.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Dargestellt ist eine auf der Seite und mit angezogenen Knien schlafender Mann auf einem mit Kissen ausgestattendem Lager. In einer Randnotiz vermutete Hans Wahl, dass es sich bei der Person um Friedrich Hildebrandt von Einsiedel handelt.
Die Zeichnung weist an allen Rändern mittig Einstichlöcher auf.
Die beigefügte Beschriftung in Bleistift „d 12 Juli 7 Arnstad“ ist eigenhändig. Femmel bemerkt allerdings, dass die Ortsangabe falsch sei. Im Tagebucheintrag vom 13. Juni 1776 findet sich indes der Verweis auf Denstedt, genauso wie die Erwähnung Einsiedelns, woraus Wahl seine Interpretation zieht (vgl. WA III 1, S. 16 / Online-Edition: GT I, 13.7.1776 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0088 (Version vom 02.09.2024)).
Goethe reist 1776 in seiner Funktion als Hofbeamter mit Herzog Carl-August durch Thüringen, ab Mitte Juli insbesondere in die Gegend um Ilmenau, wo ein stillgelegtes Bergwerk für Kupferschieferabbau wieder in Betrieb genommen wurde. Denkbar ist, dass die Siesta-Bilder in eben dieser Zeit auf Reisen in der Gruppe entstanden. Die Identifikation des Schlafenden als Einsiedeln, der vielfach in den Tagebüchern dieser Zeit Erwähnung findet, wäre in diesem Kontext durchaus plausibel.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung
Am unteren Rand mit Bleistift von Goethe datiert "d 12 Juli 76 Arnstad" Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
Am unteren Rand mit Bleistift von Goethe datiert "d 12 Juli 76 Arnstad" Rückseite Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"
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