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Zeichnung
Porträt Luise von Göchhausen
1780
- Künstler: Goethe, Johann Wolfgang von
- dargestellte Person: Göchhausen, Louise Ernestine Christiane Juliane von
- Inventarnummer
- GGz/1944
- Inventarnummer
- GGz/1944
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209945
Die Zeichnung gehört zu den Porträtzeichnungen. In einem Brief vom 15. Januar 1773 an Johann Christian Kestner schrieb Goethe: „Ich binn ietzt ganz Zeichner, und besonders glücklich im Portrait.“ (WA IV 2, S. 52-53 / Online-Edition: GB 2, Nr. 3 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR003_0 (Version vom 02.09.2024)). In den Jahren von 1776 bis 1780 erreichte Goethes Interesse an der Porträtzeichnung einen Höhepunkt. Es entstanden zahlreiche Porträts von Freunden und Bekannten, mit Vorliebe im reinen Profil (vgl. Hecht 1982, S. 90). Das Porträtzeichnen bei gegenseitigen Besuchen und das Verschenken der Porträts verleihen diesen Zeichnungen eine wichtige Rolle im sozialen Gefüge.
Im reinen Profil erscheint das Schulterstück der Luise von Göchhausen, einer Hofdame der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. In der Weimarer Gesellschaft übte sie Einfluss auf die Kultur aus, veranstaltete ihre ‚Freundschaftstage‘ genannten Zirkel, schrieb zahlreiche Briefe und hinterließ einige Abschriften Goethescher Texte, wie beispielsweise den ‚Urfaust‘ (vgl. Gille, in: Schuster/Gille 1999/1, S. 386).
Die Zeichnung ist mit Bleistift ausgeführt, im Bereich der Haare und des Torsos skizzenhaft, im Bereich des Gesichtes mit einer sorgfältigen Schattierung, hinterfangen durch eine leichte Schraffur des Hintergrundes. Das Blatt ist an allen Seiten und in den Ecken abgerundet zugeschnitten, zeigt einen deutlichen Lichtrand an allen Seiten und weist unten rechts ein Einstichloch auf.
Wahl stellte die Vermutung auf, es handle sich bei der Dargestellten um Charlotte von Stein (vgl. Wahl 1932, S. 568), wenig später schlug er jedoch die Identifizierung als Luise von Göchhausen vor (vgl. Wahl 1940, Abb. 13), die inzwischen unumstritten ist. In einer weiteren Zeichnung zeigt Goethe Göchhausen beim Schreiben eines Briefes an einem Pult in einem der Zimmer im Wittumspalais (Corpus VIb 263), die der Darstellung Goethes in seinem Frankfurter Arbeitszimmer ähnelt (GGz/0006).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Im reinen Profil erscheint das Schulterstück der Luise von Göchhausen, einer Hofdame der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. In der Weimarer Gesellschaft übte sie Einfluss auf die Kultur aus, veranstaltete ihre ‚Freundschaftstage‘ genannten Zirkel, schrieb zahlreiche Briefe und hinterließ einige Abschriften Goethescher Texte, wie beispielsweise den ‚Urfaust‘ (vgl. Gille, in: Schuster/Gille 1999/1, S. 386).
Die Zeichnung ist mit Bleistift ausgeführt, im Bereich der Haare und des Torsos skizzenhaft, im Bereich des Gesichtes mit einer sorgfältigen Schattierung, hinterfangen durch eine leichte Schraffur des Hintergrundes. Das Blatt ist an allen Seiten und in den Ecken abgerundet zugeschnitten, zeigt einen deutlichen Lichtrand an allen Seiten und weist unten rechts ein Einstichloch auf.
Wahl stellte die Vermutung auf, es handle sich bei der Dargestellten um Charlotte von Stein (vgl. Wahl 1932, S. 568), wenig später schlug er jedoch die Identifizierung als Luise von Göchhausen vor (vgl. Wahl 1940, Abb. 13), die inzwischen unumstritten ist. In einer weiteren Zeichnung zeigt Goethe Göchhausen beim Schreiben eines Briefes an einem Pult in einem der Zimmer im Wittumspalais (Corpus VIb 263), die der Darstellung Goethes in seinem Frankfurter Arbeitszimmer ähnelt (GGz/0006).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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