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Zeichnung

Talgrund mit Wassermühle

1785

Inventarnummer
GGz/1097
Inventarnummer
GGz/1097
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209920

Bleistift, schwarze Kreide

Die Zeichnung entstand während Goethes erster Reise ins Fichtelgebirge im Sommer 1785.

Die Skizze zeigt einen weiten Ausblick von einem erhöhten Standpunkt auf eine Gebirgslandschaft. Zwischen den Hängen verläuft ein Gewässer, an dem eine Wassermühle zu sehen ist.

Das Motiv der ist auf einen Bildausschnitt begrenzt und nicht bis an den Rand des Blattes ausgeführt. Das Papier ist oben, links und rechts zugeschnitten, unten befindet sich die Schöpfkante. Einstichlöcher sind oben und unten mittig zu erkennen.

Femmel ordnet die Zeichnung der ersten Reise ins Fichtelgebirge zu (vgl. Corpus I, S. 99), die Goethe auf dem Weg nach Karlsbad vom 30. Juni bis zum 4. Juli 1775 in Begleitung von Karl Ludwig von Knebel unternahm. In einer alten Passepartoutnotiz von Wahl ist der Vorschlag zur Lokalisierung als „Vordorfer Mühle bei Leupoldsdorf“ (ebd.) überliefert, die sich jedoch bisher nicht verifizieren ließ. Ein Aufenthalt in Leupoldsdorf ist durch Goethes eigene Notizen zur Reise im Fichtelgebirge belegt (vgl. WA II 10, S. 258), ebenso wie durch die Aufzeichnungen Knebels vom 2. Juli 1785 (vgl. BuG II, S. 529 / Online-Edition: BuG II, BuG02_A_2391 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG02_A_2391 (Version vom 02.09.2024)). Die Annahme über die Entstehung der Zeichnung während der Reise ins Fichtelgebirge wird durch die Verwendung von Papier mit dem gleichen Wasserzeichen für andere Zeichnungen, die sich mit Sicherheit der Reise zuordnen lassen, gestützt (vgl. GGz/0109, GGz/0131 und GGz/0132). Die Begrenzung des Motivs auf ein Bildfeld könnte laut Femmel auf die Verwendung einer (eigenhändigen) Vorlage hinweisen (vgl. Corpus I, S. 99).

Laura Lisa Beier, 2025-06-24

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