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Zeichnung
Landschaft an der Bode oder Oker (?)
1784
- Inventarnummer
- GGz/1511
- Inventarnummer
- GGz/1511
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209907
Bleistift
Die Zeichnung entstand während Goethes dritter Harzreise im August und September 1784.
Die Skizze zeigt eine Landschaft mit einer Flussbiegung. An den Ufern zeigen sich steile Felshänge und einige Bäume.
Das Blatt ist unten unregelmäßig abgetrennt, an den anderen Seiten befindet sich die Schöpfkante.
Femmel ordnet die Zeichnung der dritten Harzreise zu (vgl. Corpus I, S. 97-98), die Goethe im Herbst 1784 in Begleitung von Georg Melchior Kraus unternahm, mit dem Ziel geologische Motive zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Für Goethes Geologie müssen daher sowohl seine eigenen als auch die äußerst naturgetreuen Zeichnungen von Kraus berücksichtigt werden (vgl. Wagenbreth 1968, S. 65-66). Das Papier mit diesem Wasserzeichen ist offenbar sowohl von Goethe als auch Kraus verwendet worden (vgl. GGz/0955). Das Motiv der Flusslandschaft konnte bisher noch nicht lokalisiert werden, Femmel hält sowohl einen Ort an der Oker als auch an der Bode für möglich (Corpus I, S. 97-98). Obwohl die Reise zu dezidiert geologischen Forschungszwecken unternommen wurde, ist die Trennung zwischen naturwissenschaftlichen und ästhetischen Interessen in Goethes Zeichnungen nicht immer eindeutig. Zwar ordnet Femmel die Landschaftsskizze nicht den naturwissenschaftlichen Zeichnungen zu, doch steht die im Zentrum situierte Felsformation im Fokus der Gestaltung, allein hier arbeitet Goethe mit Schattierungen, der Rest der Komposition ist lediglich angedeutet. Diese Gestaltungsweise findet sich auch in anderen Harzzeichnungen wieder (GGz/1510).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Die Skizze zeigt eine Landschaft mit einer Flussbiegung. An den Ufern zeigen sich steile Felshänge und einige Bäume.
Das Blatt ist unten unregelmäßig abgetrennt, an den anderen Seiten befindet sich die Schöpfkante.
Femmel ordnet die Zeichnung der dritten Harzreise zu (vgl. Corpus I, S. 97-98), die Goethe im Herbst 1784 in Begleitung von Georg Melchior Kraus unternahm, mit dem Ziel geologische Motive zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Für Goethes Geologie müssen daher sowohl seine eigenen als auch die äußerst naturgetreuen Zeichnungen von Kraus berücksichtigt werden (vgl. Wagenbreth 1968, S. 65-66). Das Papier mit diesem Wasserzeichen ist offenbar sowohl von Goethe als auch Kraus verwendet worden (vgl. GGz/0955). Das Motiv der Flusslandschaft konnte bisher noch nicht lokalisiert werden, Femmel hält sowohl einen Ort an der Oker als auch an der Bode für möglich (Corpus I, S. 97-98). Obwohl die Reise zu dezidiert geologischen Forschungszwecken unternommen wurde, ist die Trennung zwischen naturwissenschaftlichen und ästhetischen Interessen in Goethes Zeichnungen nicht immer eindeutig. Zwar ordnet Femmel die Landschaftsskizze nicht den naturwissenschaftlichen Zeichnungen zu, doch steht die im Zentrum situierte Felsformation im Fokus der Gestaltung, allein hier arbeitet Goethe mit Schattierungen, der Rest der Komposition ist lediglich angedeutet. Diese Gestaltungsweise findet sich auch in anderen Harzzeichnungen wieder (GGz/1510).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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