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Zeichnung
Harzlandschaft
1784
- Inventarnummer
- GGz/1510
- Inventarnummer
- GGz/1510
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209906
Bleistift
Die Zeichnung entstand während Goethes dritter Harzreise im August und September 1784.
Die Skizze zeigt eine Landschaft mit einem Flusslauf. Am linken Ufer befindet sich eine steile Böschung mit zerklüfteten Felsen, über denen einige angedeutete Tannen sowie eine Staffagefigur im Mittelgrund zu sehen sind. Am gegenüberliegenden Ufer im Hintergrund ist ein Baumbestand erkennbar.
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, Einstichlöcher sind an allen Seiten mittig zu erkennen.
Femmel ordnet die Zeichnung der dritten Harzreise zu (vgl. Corpus I, S. 97), die Goethe im Herbst 1784 in Begleitung von Georg Melchior Kraus unternahm, mit dem Ziel geologische Motive zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Für Goethes Geologie müssen daher sowohl seine eigenen als auch die äußerst naturgetreuen Zeichnungen von Kraus berücksichtigt werden (vgl. Wagenbreth 1968, S. 65-66). Papier mit dem gleichen Wasserzeichen ist während der Harzreise auch für die Zeichnungen ‚Granitklippen der Marienwand an der Oker‘ (GGz/0134) und ‚Granitblöcke im Okerbett‘ (GGz/0135) verwendet worden, offenbar bedienten sich Goethe und Kraus während der Reise eines gemeinsamen Papiervorrats. Das Motiv der Flusslandschaft konnte bisher noch nicht lokalisiert werden, Femmel hält sowohl einen Ort an der Oker als auch an der Bode für möglich (Corpus I, S. 97). Obwohl die Reise zu dezidiert geologischen Forschungszwecken unternommen wurde, ist die Trennung zwischen naturwissenschaftlichen und ästhetischen Interessen in Goethes Zeichnungen nicht immer eindeutig. Zwar ordnet Femmel die Landschaftsskizze nicht den naturwissenschaftlichen Zeichnungen zu, doch steht die im Zentrum situierte Felsformation im Fokus der Gestaltung, allein hier arbeitet Goethe mit Schattierungen, der Rest der Komposition ist lediglich angedeutet. Diese Gestaltungsweise findet sich auch in anderen Harzzeichnungen wieder (GGz/1511).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Die Skizze zeigt eine Landschaft mit einem Flusslauf. Am linken Ufer befindet sich eine steile Böschung mit zerklüfteten Felsen, über denen einige angedeutete Tannen sowie eine Staffagefigur im Mittelgrund zu sehen sind. Am gegenüberliegenden Ufer im Hintergrund ist ein Baumbestand erkennbar.
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, Einstichlöcher sind an allen Seiten mittig zu erkennen.
Femmel ordnet die Zeichnung der dritten Harzreise zu (vgl. Corpus I, S. 97), die Goethe im Herbst 1784 in Begleitung von Georg Melchior Kraus unternahm, mit dem Ziel geologische Motive zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Für Goethes Geologie müssen daher sowohl seine eigenen als auch die äußerst naturgetreuen Zeichnungen von Kraus berücksichtigt werden (vgl. Wagenbreth 1968, S. 65-66). Papier mit dem gleichen Wasserzeichen ist während der Harzreise auch für die Zeichnungen ‚Granitklippen der Marienwand an der Oker‘ (GGz/0134) und ‚Granitblöcke im Okerbett‘ (GGz/0135) verwendet worden, offenbar bedienten sich Goethe und Kraus während der Reise eines gemeinsamen Papiervorrats. Das Motiv der Flusslandschaft konnte bisher noch nicht lokalisiert werden, Femmel hält sowohl einen Ort an der Oker als auch an der Bode für möglich (Corpus I, S. 97). Obwohl die Reise zu dezidiert geologischen Forschungszwecken unternommen wurde, ist die Trennung zwischen naturwissenschaftlichen und ästhetischen Interessen in Goethes Zeichnungen nicht immer eindeutig. Zwar ordnet Femmel die Landschaftsskizze nicht den naturwissenschaftlichen Zeichnungen zu, doch steht die im Zentrum situierte Felsformation im Fokus der Gestaltung, allein hier arbeitet Goethe mit Schattierungen, der Rest der Komposition ist lediglich angedeutet. Diese Gestaltungsweise findet sich auch in anderen Harzzeichnungen wieder (GGz/1511).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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