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Zeichnung

Wartburg und Wartburgbollwerk (recto); Basalt hinter Hütschhof (verso)

1784

Inventarnummer
GGz/0140
Inventarnummer
GGz/0140
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209896

Bleistift oder schwarze Kreide, Feder in Grau und Schwarz, Pinsel in Grau (laviert) (recto); schwarze Kreide (verso)

Die Zeichnung gehört zu einer kleinen Gruppe, die sich der Wartburg widmet.

In sehr skizzenhafter Manier setzen zwei Zeichnungen auf den Hälften des Foliobogens die Wartburg und das Wartburgbollwerk von Nordosten aus gesehen ins Zentrum. Rückseitig findet sich eine geologische Darstellung, die einen Basalt bei Eisenach zeigt.

Eine horizontale Knickfalte in der Mitte zeugt von der Nutzung des Blattes in gefaltetem Zustand. Das Papier ist am rechten Rand grob abgetrennt, an den anderen Seiten ist die Schöpfkante sichtbar.

Die Datierung des Blattes auf 1784 geht aus Femmels Einordnung einer weiteren geologischen Zeichnung (GGz/0142) hervor, die in ähnlicher Manier einen Basalt zeigt (Corpus I, S. 96 und97). Er verweist auf einen Brief an Charlotte von Stein, in dem Goethe den Besuch von zwei Basaltfelsen beschreibt, wobei das Zeichnen hier keine explizite Erwähnung findet (vgl. WA IV 6, S. 316). Obwohl die Datierung 1784 insofern und in Hinblick auf die Goethes dritte Harzreise, auf der er ebenfalls geologische Studien betrieb, plausibel ist, ist auch eine frühere Datierung um 1777 nicht ausgeschlossen. In seiner Funktion als Hofbeamter reiste Goethe in diesem Jahr in Begleitung von Herzog Carl-August in die Nähe von Eisenach, wobei sie auf der Wartburg unterkamen. Die Zeichnungen GGz/0958 und GGz/0959, die die Granitfelsen von Mönch und Nonne zeigen, belegen, dass Goethe sich bei auch bei diesem Aufenthalt mit geologischen Fragen beschäftigte.

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24

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