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Zeichnung
Sternbrücke und Stadtschloss in Weimar
1783
- Inventarnummer
- GGz/1989
- Inventarnummer
- GGz/1989
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209889
Graues Papier; Feder in Grau, Pinsel in Grau (laviert)
Aufgrund seines Motivs wird das Blatt der Gruppe von Zeichnungen zum Park an der Ilm in Weimar zugeordnet.
Von einem erhöhten Standpunkt aus zeigt sich ein weiter Blick nach Süden auf die Ilm, die Sternbrücke und das Schloss. Vor dem mittleren Brückenpfeiler befindet sich das Hoffischerhäuschen. Die Ufer sind felsig und mit einzelnen Bäumen gesäumt. Im Vordergrund ist ein Ruderer in einem Boot zu sehen.
Die Zeichnung ist mit Feder und Pinsel in Grau auf grauem Papier ausgeführt. Das Wasserzeichen ist auf der Rückseite mit rotem Stift nachgezeichnet. Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und von einem ehemaligen Untersatz gelöst.
Femmel datiert die Zeichnung um 1783 und erkennt stilistische Gemeinsamkeiten zu der Zeichnung ‚Turm der Burg Neudek‘ (GGz/1130). Er vermutet die Zeichnung sei aus der Imagination entstanden und die Gestalt des Schlosses sei als nicht umgesetzte „Bauidee“ zu verstehen (vgl. Corpus I, S. 95). Die Erscheinung des Schlosses entspricht nicht dem Zustand nach dem Brand 1774, der in Goethes Zeichnung ‚Sternbrücke und Stadtschloss in Weimar‘ (GGz/1167) oder der Zeichnung von Kraus (KHz/01643) festgehalten ist. Dass es sich bei Goethes Zeichnung eher um eine Imagination als um eine naturgetreue Darstellung handelt verdeutlicht vor allem die Brücke, die hier mit lediglich zwei anstelle von vier Bögen dargestellt ist, wobei nur ein Bogen die Ilm überspannt. Die Unterschiede werden durch den Vergleich zu Kraus ‚Ansicht der Schlossbrücke‘ (KHz/00866) von 1801 deutlich, die eine ähnliche Perspektive zeigt. Die Darstellung des Ruderers ist ungewöhnlich angesichts der sonst meist menschenleeren Parkansichten Goethes. Die Sternbrücke stellte Goethe von der gegenüberliegenden Seite mit Blick nach Norden in zwei weiteren Zeichnungen dar, dort sind jeweils der zweite (GGz/1136) und der dritte Brückenbogen gezeigt (GGz/1936).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Von einem erhöhten Standpunkt aus zeigt sich ein weiter Blick nach Süden auf die Ilm, die Sternbrücke und das Schloss. Vor dem mittleren Brückenpfeiler befindet sich das Hoffischerhäuschen. Die Ufer sind felsig und mit einzelnen Bäumen gesäumt. Im Vordergrund ist ein Ruderer in einem Boot zu sehen.
Die Zeichnung ist mit Feder und Pinsel in Grau auf grauem Papier ausgeführt. Das Wasserzeichen ist auf der Rückseite mit rotem Stift nachgezeichnet. Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und von einem ehemaligen Untersatz gelöst.
Femmel datiert die Zeichnung um 1783 und erkennt stilistische Gemeinsamkeiten zu der Zeichnung ‚Turm der Burg Neudek‘ (GGz/1130). Er vermutet die Zeichnung sei aus der Imagination entstanden und die Gestalt des Schlosses sei als nicht umgesetzte „Bauidee“ zu verstehen (vgl. Corpus I, S. 95). Die Erscheinung des Schlosses entspricht nicht dem Zustand nach dem Brand 1774, der in Goethes Zeichnung ‚Sternbrücke und Stadtschloss in Weimar‘ (GGz/1167) oder der Zeichnung von Kraus (KHz/01643) festgehalten ist. Dass es sich bei Goethes Zeichnung eher um eine Imagination als um eine naturgetreue Darstellung handelt verdeutlicht vor allem die Brücke, die hier mit lediglich zwei anstelle von vier Bögen dargestellt ist, wobei nur ein Bogen die Ilm überspannt. Die Unterschiede werden durch den Vergleich zu Kraus ‚Ansicht der Schlossbrücke‘ (KHz/00866) von 1801 deutlich, die eine ähnliche Perspektive zeigt. Die Darstellung des Ruderers ist ungewöhnlich angesichts der sonst meist menschenleeren Parkansichten Goethes. Die Sternbrücke stellte Goethe von der gegenüberliegenden Seite mit Blick nach Norden in zwei weiteren Zeichnungen dar, dort sind jeweils der zweite (GGz/1136) und der dritte Brückenbogen gezeigt (GGz/1936).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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