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Zeichnung

Haus zwischen Bäumen

1782

Inventarnummer
GGz/1058
Inventarnummer
GGz/1058
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209884

Bleistift, schwarze Kreide, Rötel, Pinsel in Grau und Braun (teilweise laviert)

Dargestellt ist ein Haus, dessen Dach zwischen einer Gruppe von Bäumen herausragt. Die skizzierten Bäume im Vordergrund bedeuten eine Entfernung des Betrachterstandpunktes.

Die Zeichnung ist mit Bleistift, schwarzer Kreide, Rötel, sowie grauer und brauner Lavierung ausgeführt. Die Darstellung in der Mitte des Blattes ist sorgfältig gestaltet, am linken und rechten Rand befindet sich eine lockere, vordergründige Skizze. In der oberen rechten Ecke befinden sich Pinselproben und Kreiderückstände. Das Blatt zeigt am linken Rand eine vertikale Knickfalte, die auf eine mögliche Formatverkleinerung des Blattes hinweist. Die obere Kante ist abgetrennt, die anderen Seiten sind beschnitten. Einstichlöcher finden sich oben und unten mittig am Rand.

Die Kombination von Rötel, schwarzer Kreide und einer Lavierung ist ungewöhnlich für Goethe und verbindet die Zeichnung mit der der ‚Krayenburg‘ (GGz/1937), die durch einen Brief an Charlotte von Stein vom 09. April 1782 datiert ist (WA IV 5, S. 303). Femmel bemerkt den „unvollendeten“ Zustand der Zeichnung (vgl. Corpus I, S. 94). Dabei konzentriert sich die Gestaltung auf das kleine Motiv in der Mitte des Blattes, das in verschiedenen Materialien sorgfältig und atmosphärisch ausgearbeitet ist. Ungewöhnlich ist, dass nicht die gesamte Landschaft vorskizziert ist, sondern nur die Baumkulisse im Vordergrund, wodurch das Blatt weitestgehend leer erscheint. Da die Darstellung im Zentrum durch einen der skizzierten Bäume rechts leicht überlagert wird, ist anzunehmen, dass die vordergründige Skizze keine nachträgliche Hinzufügung, sondern ein ursprünglicher Teil der Komposition ist.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24

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