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Zeichnung

Krayenburg

1782

Inventarnummer
GGz/1937
Inventarnummer
GGz/1937
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209883

Schwarze Kreide, Rötel, Pinsel in Grau (laviert)

Dargestellt ist die Ruine der Krayenburg, die sich auf dem Krayenberg in Thüringen befindet. Links zeigt sich das Fragment einer Mauer mit Bogenöffnung und bogenförmiger Fensteröffnung, rechts sind die Überreste einer weiteren, dreigeschossigen Mauer mit Fensteröffnungen zu sehen. Die Ruine ist teilweise mit kahlem Geäst überwuchert. Im Vordergrund befindet sich ein Baumstumpf, aus dem ein kleiner Spross ragt.

Der Foliobogen ist nur oben zugeschnitten und weist in der Mitte eine vertikale Knickfalte auf. Einstichlöcher sind in den unteren Ecken sowie oben rechts erkennbar.

Die Datierung der Zeichnung beruht auf einer Erwähnung des Blattes in einem Brief an Charlotte von Stein vom 9. April 1782, in dem Goethes auch seine Zweifel ausdrücke: „Die ersten Veilgen und ein Stück altes Moos leg ich zwischen dies Papier, die ersten sind nicht weit von den Ruinen gepflückt die ich gezeichnet mitbringe. Es ist alles vergebens ich bringe nichts vor mich im Zeichnen, ietzo seh ich täglich mehr wie eine anhaltende mechanische Übung endlich uns das geistige auszudrucken fähig macht, und wo iene nicht ist, bleibt es eine hohle Begierde dieses im Flug schiesen zu wollen.“ (WA IV 5, S. 303 / Online-Edition: GB 5, Nr. 94, in: http://goethe-biographica.de/id/GB05_BR094_0 (Version vom 02.09.2024)).


Provenienz

Vor 29.05.1929 | Erwerb durch Helene Böhlau (1856-1940), Wittenberg, Erwerbsart unbekannt.

29.05.1929 | Verkauf von Helene Böhlau (1856-1940), Wittenberg, an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1].

Quellen zur Provenienz

[1] GNM Neuerwerbungsbuch (1912-1929), S. 187, Nr. 45.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24

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