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Zeichnung

Schloss Schwarzburg

1781

Inventarnummer
GGz/1300
Inventarnummer
GGz/1300
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209863

Untersatz aus Papier, Rahmen aus grünem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Schwarz auf dem Rahmen; Bleistift, Feder in Braun, Pinsel in Braun (teilweise laviert)

Das Blatt gehört zu den Zeichnungen, die einer späteren Überarbeitung durch Carl Liebers unterlagen.

Der Bildgrund ist durch mehrere Ebenen gestaffelt. Im Vordergrund bilden Pflanzen und Bäume einen Rahmen, im Mittelgrund ist auf einem felsigen Bergrücken das Schloss Schwarzburg gezeigt, dahinter erhebt sich ein bewaldeter Berg, im Hintergrund ist eine Bergkette angedeutet.

Die Zeichnung ist sorgfältig ausgeführt. Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und weist oben und unten mittig Einstichlöcher auf.

Die gestaffelten Bildebenen zeichnen sich zum einen durch eine Abstufung der Hell-Dunkel-Werte ab, zum anderen durch einen abnehmenden Detailgrad und eine unterschiedliche Flächengestaltung. Eine maßgebliche Überarbeitung des Blattes ist durch einen Brief an Charlotte von Stein vom 5. Juli 1781 belegt, in dem Goethe schreibt: „Wir sind auf Schwarzburg das sehr interessant liegt, wie du aus einer leider nur umrissnen Zeichnung sehn wirst, gegangen.“ (WA IV 5, S. 169 / Online-Edition: GB 4, Nr. 438, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR438_0 (Version vom 02.09.2024)). Demnach ist die Ausführung mit Pinsel einer nachträglichen Überarbeitung zuzuordnen, möglicherweise unter Anleitung oder Anteilnahme Liebers (vgl. Corpus I, S. 90). Die im Brief erwähnte Umrisszeichnung tritt in der IRFC-Aufnahme deutlich hervor.


Provenienz

1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].

1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].

1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].

Quellen zur Provenienz

[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: „Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...].“

[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Schuchardt 1848/1, S. 266, Nr. 343.

[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung

Rückseite mit Bleistift: "25"

Rückseite mit Bleistift: "25"

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