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Zeichnung
Bauernhäuser bei Kochberg (recto); Porträtskizzen (verso)
1780
- Inventarnummer
- GGz/1932
- Inventarnummer
- GGz/1932
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209845
Untersatz aus braunem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Grau und Pinsel in Grau auf dem Untersatz; Feder in Grau, Pinsel in Grau (teilweise laviert) (recto); Feder in Grau, Pinsel in Grau (teilweise laviert) (recto)
Die Vorderseite zeigt eine Gruppe verstreuter Bauernhäuser im Vordergrund einer hügeligen Landschaft. Am unteren Rand ist vermutlich das Ufer eines Gewässers zu erkennen. Im Hintergrund ist links ein dichter Nadelwald zu sehen, rechts ragt eine steile Felswand empor. Auf der Rückseite befinden sich zwei voneinander unabhängige Porträtskizzen. Der leicht zurückgelehnte Kopf einer Frau mit einer lavierten Schattierung ausgearbeitet. Die Darstellung des Kopfes eines Mannes im reinen Profil mit einer Halskrause ist auf wenige konturierende Linien reduziert, einzig am Ohr ist der Ansatz einer Schattierung zu erkennen.
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, wodurch die Darstellung der Rückseite fragmentiert ist, und auf einen Untersatz aus braunem Papier mit gezeichneten Rahmenlinien montiert. Einstichlöcher finden sich im Untersatz am oberen Rand in der Mitte und den Ecken.
Wahl lokalisierte die Landschaft auf der Vorderseite in die Umgebung von Kochberg (vgl. Corpus I, S. 87-88). Das Motiv könnte Goethe bei einer seiner Reisen zum Schloss Kochberg, dem ehemaligen Landsitz der Familie von Stein, begegnet sein. Die Sorgfältigkeit der Ausführung und das Fehlen einer Unterzeichnung sprechen aber nicht für eine Entstehung in der freien Natur. Landschaften mit Hütten und Bauernhäuser sind ein häufiges Motiv der Zeichnungen aus den ersten zehn Weimarer Jahren, über das er in einem Brief an den Maler Friedrich Müller vom 12. Juni 1780 schreibt (WA IV 4, S. 233-234 / Online-Edition: GB 4, Nr. 113, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR113_0 (Version vom 02.09.2024)), der als Anhaltspunkt für die Datierung um 1780 dient. Der Frauenkopf auf der Rückseite ist eine Kopie nach der Radierung von Johann Heinrich Lips nach einer Vorlage Raffaels (GGr/Sch.I.227,0151.12), die auch in Lavaters ‚Physiognomischen Fragmenten‘ reproduziert ist (Band II, Tafel I). Die beiden Köpfe stehen zwar in keinem Zusammenhang, allerdings liegt die Vermutung nahe, dass auch der Männerkopf nach einer Vorlage gezeichnet ist, die bisher nicht identifiziert werden konnte. Femmel sieht im „Umrissstil“ einen Vergleich zu anderen Porträtzeichnungen Goethes (GGz/0122, GGz/1946, GGz/2346), der aber darüber hinaus keine Vergleichsbasis bietet (vgl. Corpus I, S. 87-88).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, wodurch die Darstellung der Rückseite fragmentiert ist, und auf einen Untersatz aus braunem Papier mit gezeichneten Rahmenlinien montiert. Einstichlöcher finden sich im Untersatz am oberen Rand in der Mitte und den Ecken.
Wahl lokalisierte die Landschaft auf der Vorderseite in die Umgebung von Kochberg (vgl. Corpus I, S. 87-88). Das Motiv könnte Goethe bei einer seiner Reisen zum Schloss Kochberg, dem ehemaligen Landsitz der Familie von Stein, begegnet sein. Die Sorgfältigkeit der Ausführung und das Fehlen einer Unterzeichnung sprechen aber nicht für eine Entstehung in der freien Natur. Landschaften mit Hütten und Bauernhäuser sind ein häufiges Motiv der Zeichnungen aus den ersten zehn Weimarer Jahren, über das er in einem Brief an den Maler Friedrich Müller vom 12. Juni 1780 schreibt (WA IV 4, S. 233-234 / Online-Edition: GB 4, Nr. 113, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR113_0 (Version vom 02.09.2024)), der als Anhaltspunkt für die Datierung um 1780 dient. Der Frauenkopf auf der Rückseite ist eine Kopie nach der Radierung von Johann Heinrich Lips nach einer Vorlage Raffaels (GGr/Sch.I.227,0151.12), die auch in Lavaters ‚Physiognomischen Fragmenten‘ reproduziert ist (Band II, Tafel I). Die beiden Köpfe stehen zwar in keinem Zusammenhang, allerdings liegt die Vermutung nahe, dass auch der Männerkopf nach einer Vorlage gezeichnet ist, die bisher nicht identifiziert werden konnte. Femmel sieht im „Umrissstil“ einen Vergleich zu anderen Porträtzeichnungen Goethes (GGz/0122, GGz/1946, GGz/2346), der aber darüber hinaus keine Vergleichsbasis bietet (vgl. Corpus I, S. 87-88).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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- Untersatz aus braunem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Grau und Pinsel in Grau auf dem Untersatz; Feder in Grau, Pinsel in Grau (teilweise laviert) (recto); Feder in Grau, Pinsel in Grau (teilweise laviert) (recto)
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