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Zeichnung
Ziehbrunnen am Tor einer Ruinenmauer
1780
- Inventarnummer
- GGz/1306
- Inventarnummer
- GGz/1306
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209836
Untersatz aus Papier, Rahmenlinien mit Feder in Schwarz und Pinsel in Braun auf dem Untersatz; Feder in Grau, Pinsel in Grau und Braun (laviert)
Die Zeichnung zeigt einen Ziehbrunnen vor einer Mauer mit Tordurchgang, die zu einer Ruine gehören. Rechts ist ein großer Laubbaum dargestellt, dessen Baumkrone, ebenso wie der Ziehbrunnen, vom oberen Bildrand überschnitten ist.
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und auf einen Untersatz aus Papier montiert, auf dessen Rückseite ehemals eine weitere Zeichnung montiert war (GGz/1306v).
Femmel datiert die Entstehung der Zeichnung um 1780 (vgl. Corpus I, S. 86). Die Einschätzung basiert vermutlich auf der Zuordnung der Darstellung zu dem Motivkreis einfacher, alltäglicher Landschaften mit Bauernhäusern, Dörfern oder verfallenen Hütten, die vor allem in den ersten zehn Weimarer Jahren entstanden und im Zusammenhang mit dem Brief an den Maler Friedrich Müller vom 12. Juni 1780 (WA IV 4, S. 233-234 / Online-Edition: GB 4, Nr. 113, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR113_0 (Version vom 02.09.2024)) um dieses Jahr datiert sind. Die sorgfältige Ausführung und Ausgewogenheit der Komposition legen die Vermutung nahe, es könne sich um eine Kopie nach einer unbekannten Vorlage handeln.
Provenienz
1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].
1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].
1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].
Quellen zur Provenienz
[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: „Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...].“
[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Schuchardt 1848/1, S. 266, Nr. 337.
[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und auf einen Untersatz aus Papier montiert, auf dessen Rückseite ehemals eine weitere Zeichnung montiert war (GGz/1306v).
Femmel datiert die Entstehung der Zeichnung um 1780 (vgl. Corpus I, S. 86). Die Einschätzung basiert vermutlich auf der Zuordnung der Darstellung zu dem Motivkreis einfacher, alltäglicher Landschaften mit Bauernhäusern, Dörfern oder verfallenen Hütten, die vor allem in den ersten zehn Weimarer Jahren entstanden und im Zusammenhang mit dem Brief an den Maler Friedrich Müller vom 12. Juni 1780 (WA IV 4, S. 233-234 / Online-Edition: GB 4, Nr. 113, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR113_0 (Version vom 02.09.2024)) um dieses Jahr datiert sind. Die sorgfältige Ausführung und Ausgewogenheit der Komposition legen die Vermutung nahe, es könne sich um eine Kopie nach einer unbekannten Vorlage handeln.
Provenienz
1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].
1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].
1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].
Quellen zur Provenienz
[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: „Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...].“
[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Schuchardt 1848/1, S. 266, Nr. 337.
[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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