Bild anklicken für die vergrößerbare Ansicht (IIIF).

Zeichnung

Hügellandschaft mit Bach und Wehr

1780

Inventarnummer
GGz/1147
Inventarnummer
GGz/1147
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209829

Bleistift, Feder in Grau, Pinsel in Braun (laviert)

Die Darstellung zeigt eine Landschaft in deren Vordergrund sich ein Baum über einen Bach mit einem Wehr neigt. Der Mittelgrund wird von einem Waldstück dominiert, das nach links lichter wird und den Blick auf eine Hügelkette im Hintergrund freigibt.

Am rechten Rand befinden sich Feder- und Pinselproben. Das Motiv beschränkt sich auf ein kleineres Bildfeld, oben und rechts befinden sich Hilfslinien mit Bleistift zur Begrenzung. Das Blatt zeigt über- und unterhalb der Darstellung horizontale Knickfalten. Es finden sich Einstichlöcher an allen Seiten mittig am Rand der Darstellung.

Femmel vermutet, die Zeichnung sei nach einer bisher nicht identifizierten Vorlage entstanden (vgl. Corpus I, S. 85). Die sorgfältige Ausführung und Beschränkung des Motivs auf ein bestimmtes Bildfeld lassen diese Vermutung aufkommen. Das Motiv zählt zu den Landschaften Goethes, die in den ersten zehn Weimarer Jahren entstanden und häufig alltägliche Motive wie Bauernhäuser, Dörfer oder auch verfallene Hütten zeigen. Über die Wahl dieser Bildgegenstände schreibt Goethe in einem Brief an den Maler Friedrich Müller vom 12. Juni 1780 (WA IV 4, S. 233-234 / Online-Edition: GB 4, Nr. 113, in: http://goethe-biographica.de/id/GB04_BR113_0 (Version vom 02.09.2024)), der als Anhaltspunkt für die Datierung um 1780 dient.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24

Bezüge im Wissensnetz

Cookie-Einstellungen