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Zeichnung

Schweizer Gebirgslandschaft mit Ansicht von Inden

1779 - 1780

Inventarnummer
GGz/0956
Inventarnummer
GGz/0956
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209809

Blaues Papier; Bleistift, weiße Kreide, Feder in Grau, Pinsel in Grau (laviert)

Unter Umständen entstand das Blatt im Zuge von Goethes zweiter Schweizreise 1781/1782. Zu sehen ist eine Gebirgslandschaft mit einer zentralen Schlucht, an deren linken Hang eine kleine Siedlung erkennbar ist. Im Vordergrund ist eine Staffagefigur zu sehen.

Femmel verweist auf die formalästhetische Ähnlichkeit zu Zeichnungen von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein „Nicht nur die auf plastische Wirkungen hinzielende Schraffiermethode, sondern auch die monströse Felsbildung im Vordergrund erinnern an Tischbeins Eigenheiten. Die etwas fahrige Strichführung ist vereinzelt ebenfalls nachweisbar.“ (Corpus I, S. 82) Das Papier und damit auch das Wasserzeichen sind einmalig unter den Goethezeichnungen.

Petra Maisak beschreibt die zeichnerische Verbesserung, die zwischen den Blättern der ersten Schweizreise 1775 und der vorliegenden Zeichnung stattgefunden habe. Sie verweist zudem auf die ‚Briefe aus der Schweiz‘, in denen sich eine Textstelle findet, die die Szenerie der Gegend bei Leukerbad zuordnet (vgl. Maisak 1996, S. 106) sowie Briefe aus der Schweiz, 9. November 1775 (WA I 19, S. 267–268) und den Tagebucheintrag vom 9. November 1779 (WA III 1, S. 102).

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24

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