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Zeichnung

Häusergruppe in Bischhausen

1779

Inventarnummer
GGz/1309
Inventarnummer
GGz/1309
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209805

Papier, Untersatz aus Papier, Rahmen aus grünem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Schwarz auf dem Rahmen; Bleistift, Feder in Braun, Pinsel in Braun (laviert)

Das Blatt gehört zu den Zeichnungen, die unter Mithilfe Karl Liebers entstanden sind.

Dargestellt ist eine Gruppe von Häusern, in der Mitte ein umzäunter Dorfplatz mit Ziehbrunnnen. Im Hintergrund erhebt sich eine bewaldete Hügelkette.

Die Zeichnung ist sorgfältig mit Feder in Braun und brauner Lavierung über einer Vorzeichnung mit Bleistift ausgeführt. Das Blatt ist an allen Seiten beschnitten, am linken Rand ist ein Streifen über die Zeichnung montiert, der die Darstellung ergänzt. Das Blatt ist auf einen Untersatz montiert und mit Streifen aus grünem Papier gerahmt, auf dem gezeichnete Rahmenlinien die Zeichnung einfassen. Einstichlöcher finden sich oben und unten mittig an den Rändern der Zeichnung, sowie mittig an allen Seiten des Rahmens. Auf der Rückseite der Zeichnung – verdeckt durch die Montierung – befindet sich die eigenhändige Bezeichnung „Bischhausen d 13 Sept. 1779“.

Die Unterzeichnung beschränkt sich auf die Umrisse der Darstellung, die sorgfältige Lavierung ist vermutlich später ausgeführt worden. Der Anteil Liebers an der Zeichnung ist unklar, es könnte sich um eine Überarbeitung oder Anleitung handeln. Der links hinzugefügte Streifen diente nicht zur Erweiterung des Blattes, sondern scheinbar zur Korrektur der Zeichnung, denn der darunter liegende Bogen scheint intakt.

Die rückseitige Bezeichnung bietet nicht nur eine Datierung und Lokalisierung der Zeichnung in die kleine Ortschaft Bischhausen im heutigen Hessen, sondern schafft über das Tagebuch eine Verbindung zu der Zeichnung ‚Ruine der Nicolaikirche in Creuzburg‘ (GGz/1302), die am selben Tag entstand: „d 13 Früh 6 nach Creuzburg, dort gezeichnet die ausgebrannte Kirche. gegen 10 kam […] erst dahin, nach Bischhausen geritten. Gegessen, gezeichnet.“ (WA III 1, S. 98 / Online-Edition: GT I, 13.9.1779 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0774 (Version vom 02.09.2024)).


Provenienz

1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].

1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].

1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].

Quellen zur Provenienz

[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: „Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...].“

[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Schuchardt 1848/1, S. 267, Nr. 346.

[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.

Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung

Eigenhändig von Goethe unter Ortsangabe datiert und signiert: "Bischhausen d 13 Sept 1779 G". Rückseite: "28"

Eigenhändig von Goethe unter Ortsangabe datiert und signiert: "Bischhausen d 13 Sept 1779 G". Rückseite: "28"

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