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Zeichnung
Ruine der Nikolaikirche in Creuzburg
1779
- Künstler: Goethe, Johann Wolfgang von
- Künstler: Lieber, Carl Wilhelm
- Künstler: Goethe, Johann Wolfgang von
- Inventarnummer
- GGz/1302
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209804
Papier, Untersatz aus Papier, Rahmen aus grünem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Schwarz auf dem Rahmen; Bleistift, Feder in Braun, Pinsel in Braun (laviert)
Das Blatt gehört zu den Zeichnungen, die eine nachträgliche Überarbeitung unter Mithilfe Carl Liebers aufweisen.
Dargestellt ist die Ruine der 1765 durch einen Brand zerstörten Nikolaikirche in Creuzburg. Vom Standpunkt innerhalb des Kirchenschiffes ist der Blick auf den Chor gerichtet. Zu sehen sind die Reste der Mauern, das Dach ist nicht erhalten. Auf dem von Pflanzen überwucherten Boden sind Baufragmente zu erkennen.
Die Zeichnung ist sorgfältig ausgeführt und weist eine Vorzeichnung mit Bleistift auf. Einstichlöcher finden sich oben und unten mittig an den Rändern der Zeichnung, sowie mittig an allen Seiten des Rahmens. Auf der Rückseite der Zeichnung – verdeckt durch die Montierung – befindet sich die eigenhändige Bezeichnung „Creuz burg d. 13 Sept 1779 / G.“, die teilweise freigelegt wurde. Die Lokalisierung der Beschriftung ist auf dem Untersatz mit Bleistift angedeutet, der Inhalt darunter transkribiert.
Der Anteil Liebers an der Zeichnung ist unklar (vgl. Corpus I, S. 80-81). Die Kirchenruine weckt unweigerlich Assoziationen zu dem zentralen Motiv der Malerei der Romantik, wie beispielsweise Caspar David Friedrichs ‚Hutten Grab‘ (G 690). Der Blick durch das zerstörte Langhaus in den Chor der Kirche durch dessen Fensteröffnungen das Gegenlicht fällt und für eine starke Licht- und Schattenwirkung sorgt, ebenso wie die Vegetation, die die Architektur zu übernehmen beginnt, bieten dem Vergleich Bezugspunkte.
Die rückseitige Bezeichnung bietet nicht nur eine Datierung und Lokalisierung der Zeichnung in die kleine Ortschaft Creuzburg in Thüringen, sondern schafft über das Tagebuch eine Verbindung zu der Zeichnung ‚Häusergruppe in Bischhausen‘ (GGz/1309), die am selben Tag entstand: „d 13 Früh 6 nach Creuzburg, dort gezeichnet die ausgebrannte Kirche. gegen 10 kam […] erst dahin, nach Bischhausen geritten. Gegessen, gezeichnet.“ (WA III 1, S. 98 / Online-Edition: GT I, 13.9.1779 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0774 (Version vom 02.09.2024)).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Dargestellt ist die Ruine der 1765 durch einen Brand zerstörten Nikolaikirche in Creuzburg. Vom Standpunkt innerhalb des Kirchenschiffes ist der Blick auf den Chor gerichtet. Zu sehen sind die Reste der Mauern, das Dach ist nicht erhalten. Auf dem von Pflanzen überwucherten Boden sind Baufragmente zu erkennen.
Die Zeichnung ist sorgfältig ausgeführt und weist eine Vorzeichnung mit Bleistift auf. Einstichlöcher finden sich oben und unten mittig an den Rändern der Zeichnung, sowie mittig an allen Seiten des Rahmens. Auf der Rückseite der Zeichnung – verdeckt durch die Montierung – befindet sich die eigenhändige Bezeichnung „Creuz burg d. 13 Sept 1779 / G.“, die teilweise freigelegt wurde. Die Lokalisierung der Beschriftung ist auf dem Untersatz mit Bleistift angedeutet, der Inhalt darunter transkribiert.
Der Anteil Liebers an der Zeichnung ist unklar (vgl. Corpus I, S. 80-81). Die Kirchenruine weckt unweigerlich Assoziationen zu dem zentralen Motiv der Malerei der Romantik, wie beispielsweise Caspar David Friedrichs ‚Hutten Grab‘ (G 690). Der Blick durch das zerstörte Langhaus in den Chor der Kirche durch dessen Fensteröffnungen das Gegenlicht fällt und für eine starke Licht- und Schattenwirkung sorgt, ebenso wie die Vegetation, die die Architektur zu übernehmen beginnt, bieten dem Vergleich Bezugspunkte.
Die rückseitige Bezeichnung bietet nicht nur eine Datierung und Lokalisierung der Zeichnung in die kleine Ortschaft Creuzburg in Thüringen, sondern schafft über das Tagebuch eine Verbindung zu der Zeichnung ‚Häusergruppe in Bischhausen‘ (GGz/1309), die am selben Tag entstand: „d 13 Früh 6 nach Creuzburg, dort gezeichnet die ausgebrannte Kirche. gegen 10 kam […] erst dahin, nach Bischhausen geritten. Gegessen, gezeichnet.“ (WA III 1, S. 98 / Online-Edition: GT I, 13.9.1779 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0774 (Version vom 02.09.2024)).
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung
Eigenhändige Datierung und Signierung mit Ortsangabe: "Creuzburg d. 13. Sept. 1779 G"
Eigenhändige Datierung und Signierung mit Ortsangabe: "Creuzburg d. 13. Sept. 1779 G"
Bezüge im Wissensnetz
Teil der Sammlung (8)
Goethe-TexteIst Teil von (8)
Goethe-Texte8 Einträge anzeigen
- CGGz 19_04: zugeschrieben
- CGGz 22_01: Am Original autopsiert
- CGGz 50_20: Architektur
- CGGz 71_03: Bleistift
- CGGz 71_04: Feder
- CGGz 71_07: Pinsel
- CGGz 71_09: Gerahmte Zeichnungen
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- CGGz 71_03: Bleistift
- CGGz 71_04: Feder
- CGGz 71_07: Pinsel
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Material (5)
Goethe-Texte- 157
- 205
- 258
- 310
- Papier, Untersatz aus Papier, Rahmen aus grünem Papier, Rahmenlinien mit Feder in Schwarz auf dem Rahmen; Bleistift, Feder in Braun, Pinsel in Braun (laviert)
Zugehöriger Ort (2)
Goethe-TexteWird dargestellt durch (1)
Weitere QuellenUrn:ksw:rdf display profile:2:iiif manifest (1)
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