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Zeichnung
Allstedter Schloss und Teich
1778
- Inventarnummer
- GGz/0645
- Inventarnummer
- GGz/0645
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209791
Dargestellt ist eine hügelige Landschaft mit Blick auf einen Teich. Im Hintergrund ist auf einer Hügelkuppe das Allstedter Schloss zu erkennen.
Die Zeichnung ist weitestgehend auf die Umrisslinien reduziert. Unten rechts findet sich ein „G“ als eigenhändige Signatur. Das Blatt weist in der Mitte eine vertikale Knickfalte und an den Seiten einen Lichtrand auf. Einstichlöcher finden sich in den Ecken, sowie links und rechts im unteren Drittel der Ränder.
Die Verbräunung des Papiers erschwert heute die Erkennbarkeit des Motivs, da sich der Kontrast zu den zarten Bleistiftumrissen verringert hat. Femmel erkennt in der präzisen Linienführung den Einfluss durch Georg Melchior Kraus. Stilistische Gemeinsamkeiten zeigen sich in den Zeichnungen ‚Brücke in Hügellandschaft‘ (GGz/1128) und ‚Hügellandschaft‘ (GGz/0951, verso) (vgl. Corpus I, S. 78). Maltzahn beschreibt den genauen Standpunkt der Ansicht über den heute nicht mehr vorhandenen Teich bei Allstedt, der noch durch alte Karten dokumentiert sei. Der Ort befindet sich demzufolge bei dem ‚Bennholz‘ (ehem. Beinholz) genannten Gelände, auf dem Weg zur Hornmühle (vgl. Maltzahn 1935, S. 419).
Im Tagebuch notiert Goethe am 9. August 1778: „Nach Alstädt.“ (WA III 1, S. 69 / Online-Edition: GT I, 9.8.1778 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0602 (Version vom 02.09.2024)). Am Folgetag erwähnt er in einem Brief an Charlotte von Stein an beiden Tagen gezeichnet zu haben: „Ich zeichnete Ihnen wie beykommt und Frau v. Stubenvoll sagte mir Sie hätten auch in der Stube am andern Fenster gezeichnet. […] Wenn ich frisiert bin und fertig, tusch ich erst das gestrige aus und dann ist unten am Teich ein besonder schön Fleckgen, das ich zu erhaschen suchen will.“ (WA IV 3, S. 242 / Online-Edition: GB 3, Nr. 392, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR392_0 (Version vom 02.09.2024)). Während die Zeichnung ‚Allstedt‘ (GGz/0111) eine Datierung auf den 9. August trägt, könnte die vorliegende Zeichnung dementsprechend am 10. August entstanden sein.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Die Zeichnung ist weitestgehend auf die Umrisslinien reduziert. Unten rechts findet sich ein „G“ als eigenhändige Signatur. Das Blatt weist in der Mitte eine vertikale Knickfalte und an den Seiten einen Lichtrand auf. Einstichlöcher finden sich in den Ecken, sowie links und rechts im unteren Drittel der Ränder.
Die Verbräunung des Papiers erschwert heute die Erkennbarkeit des Motivs, da sich der Kontrast zu den zarten Bleistiftumrissen verringert hat. Femmel erkennt in der präzisen Linienführung den Einfluss durch Georg Melchior Kraus. Stilistische Gemeinsamkeiten zeigen sich in den Zeichnungen ‚Brücke in Hügellandschaft‘ (GGz/1128) und ‚Hügellandschaft‘ (GGz/0951, verso) (vgl. Corpus I, S. 78). Maltzahn beschreibt den genauen Standpunkt der Ansicht über den heute nicht mehr vorhandenen Teich bei Allstedt, der noch durch alte Karten dokumentiert sei. Der Ort befindet sich demzufolge bei dem ‚Bennholz‘ (ehem. Beinholz) genannten Gelände, auf dem Weg zur Hornmühle (vgl. Maltzahn 1935, S. 419).
Im Tagebuch notiert Goethe am 9. August 1778: „Nach Alstädt.“ (WA III 1, S. 69 / Online-Edition: GT I, 9.8.1778 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0602 (Version vom 02.09.2024)). Am Folgetag erwähnt er in einem Brief an Charlotte von Stein an beiden Tagen gezeichnet zu haben: „Ich zeichnete Ihnen wie beykommt und Frau v. Stubenvoll sagte mir Sie hätten auch in der Stube am andern Fenster gezeichnet. […] Wenn ich frisiert bin und fertig, tusch ich erst das gestrige aus und dann ist unten am Teich ein besonder schön Fleckgen, das ich zu erhaschen suchen will.“ (WA IV 3, S. 242 / Online-Edition: GB 3, Nr. 392, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR392_0 (Version vom 02.09.2024)). Während die Zeichnung ‚Allstedt‘ (GGz/0111) eine Datierung auf den 9. August trägt, könnte die vorliegende Zeichnung dementsprechend am 10. August entstanden sein.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Beschriftung
In der rechten unteren Ecke eigenhändige Signatur mit Bleistift: "G". Rückseite mit Tinte die Nummer "17"
In der rechten unteren Ecke eigenhändige Signatur mit Bleistift: "G". Rückseite mit Tinte die Nummer "17"
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