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Zeichnung

Winterliche Mondnacht am Schwansee

1777 - 1778

Inventarnummer
GGz/1934
Inventarnummer
GGz/1934
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209781

Dünnes, bläuliches Papier; Schwarze Kreide, weiße Kreide

Die winterliche Landschaft zeigt den Schwansee bei Weimar. Hinter dem kahlen Geäst zweier Bäume rechts im Vordergrund scheint der Mond hervor. Im Mittelgrund sind schemenhaft angedeutete Figuren zu sehen, der See ist zugefroren und in der Eisfläche spiegeln sich die Bäume. Im Hintergrund ergibt sich der Blick auf eine Hügelkette.

Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten und weist diverse Beschädigungen und Flecken auf. Das Papier ist unregelmäßig verbräunt, teilweise sind bläuliche Spuren erkennbar.

Femmel datiert die Entstehung der Zeichnung zwischen 1777 und 1778 und erkennt in den Gestalten auf der gefrorenen Fläche des Sees schlittschuhlaufende Personen (vgl. Corpus I, S. 75). In technischer Hinsicht sowie der Gestaltung der kahlen Bäume ist die Darstellung vergleichbar zu der Ansicht der ‚Floßbrücke im Weimarer Park‘ (GGz/0965), die im Winter 1777/78 entstand. Winterliche Abendspaziergänge erwähnt Goethe mehrfach in Briefen an Charlotte von Stein im Januar 1778 (WA IV 3, S. 1). Laut Maisak war der Schwanseeteich am Bertuchschen Garten in Weimar der Mittelpunkt des winterlichen Vergnügens, seit Goethe das von Klopstock in Mode gebrachte Schlittschuhlaufen eingeführt hatte (vgl. Maisak 1996, S. 91; Online-Edition: BuG I, BuG01_A_0812 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG01_A_0812#BuG01_1497 (Version vom 02.09.2024)).

Laura Lisa Beier, 2025-06-24

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