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Zeichnung

Vollmondnacht im Thüringischen Gebirge

1777

Inventarnummer
GGz/1057
Inventarnummer
GGz/1057
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209768

Blaues Papier; Kohle (gewischt), weiße Kreide

Aufgrund seines Motivs wird das Blatt der Gruppe der Mondscheinzeichnungen zugeordnet. Es zeigt eine in nur wenigen Strichen skizzierte Landschaft, über der der Vollmond zu sehen ist.

Die Nutzung von blauem Papier und die weiche Strichführung mit schwarzer und die Herausstellung des Mondes in weißer Kreide bedingen den atmosphärischen Gesamteindruck der Zeichnung. Das Blatt ist rechtsseitig beschnitten und weißt oben links eine reparierte Fehlstelle auf. Eine horizontale Knickfalte zeugt vom Gebrauch in gefaltetem Zustand. Es finden sich unten am Blatt und oberhalb der Knickfalte mittig Einstichlöcher.

Da das Papier beinahe nur bei Zeichnungen des Jahres 1777 nachweisbar ist, ergibt sich hieraus die Datierung. Petra Maisak vermutet, das Blatt könne in Zusammenhang mit dem Aufenthalt in der Gegend von Eisenach und der Wartburg stehen. „Der Aufstieg von der Stadt zur Burg in mondhellen Nächten und die großartige Szenerie, die sich in diesem unwirklichen Zwielicht entfaltet, faszinieren ihn. ‚Im Mondschein den herrlichen Stieg auf die Burg!‘ begeistert er sich in einem Brief an Charlotte von Stein“ (Maisak 1996, S. 88, Verweis auf den Brief vom 14. September 1777: WA IV 3, S. 177 / Online-Edition: GB 3, Nr. 289, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR289_0 (Version vom 02.09.2024)).

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24

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