Bild anklicken für die vergrößerbare Ansicht (IIIF).
Zeichnung
Wartburgbollwerk
1777
- Inventarnummer
- GGz/1991
- Inventarnummer
- GGz/1991
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209767
Bleistift, Feder in Schwarz, Pinsel in Schwarz
Die Zeichnung gehört zu einer kleinen Gruppe, die sich der Wartburg widmet.
Die Darstellung setzt des Wartburgbollwerk ins Zentrum.
Das Papier ist am rechten Rand grob abgetrennt, an den anderen Seiten ist die Schöpfkante sichtbar.
In seiner Funktion als Hofbeamter reiste Goethe 1777 in Begleitung von Herzog Carl-August in die Nähe von Eisenach, wobei sie auf der Wartburg unterkamen. Petra Maisak beschreibt, dass Goethe – zu dieser Zeit unter Zahnschmerzen leidend – sich hier von der höfischen Gesellschaft zurückziehen konnte und besonderen Gefallen an der malerischen Erscheinung der Burg fand. Das Zeichnen war ihm dabei auch Mittel der Besinnung und Kontemplation (vgl. Maisak 1996, S. 86).
Aus Goethes Tagebüchern und Briefen geht hervor, wie präsent das Zeichnen für ihn bei diesem Aufenthalt war. So notiert er beispielsweise am 14. September „Gezeichnet, in mir gelebt.“ (WA III 1, S. 47 / Online-Edition: GT I, 14.9.1777 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0436 (Version vom 02.09.2024)). Dass die Bildproduktion dabei nicht immer zielgerichtet war, verdeutlicht Goethes Feststellung „in meinem Diarium steht offt: Ich habe gezeichnet, und es will sich immer nichts finden was ich gezeichnet habe, außer den Paar Dingen die Sie haben.“ (Brief an C. v. Stein vom 16. September 1777, WA IV 3, S. 178, Online-Edition: GB 3, Nr. 289, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR289_0 (Version vom 02.09.2024)).
Provenienz
Vor 1822 | (vermutlich) Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Emil Leopold August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772-1822) [1].
Um 1822 | (vermutlich) Erbschaft von Emil Leopold August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772-1822) an die Herzogliche Bibliothek Gotha (1647-1919, 1925-1946) [1].
Vor 1934 | (vermutlich) Bestandsumsetzung von der Herzoglichen Bibliothek Gotha (1647-1919, 1925-1946) an das Herzogliche Museum Gotha (seit 1879).
20.1.1935 | Verkauf von dem Herzoglichen Museum Gotha (seit 1879) an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [2].
Quellen zur Provenienz
[1] Eine Sammlung von neun Blättern mit Goethe-Zeichnungen in der Herzoglichen Bibliothek Gotha, einem handschriftlichen Nachtrag im entsprechenden Bandkatalog zufolge durch Herzog August selbst beschriftet (Forschungsbibliothek Gotha, Chart A. 1065).
[2] GNM Neuerwerbungsbuch (1930-1952), S. 62, Nr. 96; Schreiben der Herzoglichen Anstalten Gotha an von Maltzahn (GNM) vom 12.01.1935 (GSA 150/M 87, unfol.).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Die Darstellung setzt des Wartburgbollwerk ins Zentrum.
Das Papier ist am rechten Rand grob abgetrennt, an den anderen Seiten ist die Schöpfkante sichtbar.
In seiner Funktion als Hofbeamter reiste Goethe 1777 in Begleitung von Herzog Carl-August in die Nähe von Eisenach, wobei sie auf der Wartburg unterkamen. Petra Maisak beschreibt, dass Goethe – zu dieser Zeit unter Zahnschmerzen leidend – sich hier von der höfischen Gesellschaft zurückziehen konnte und besonderen Gefallen an der malerischen Erscheinung der Burg fand. Das Zeichnen war ihm dabei auch Mittel der Besinnung und Kontemplation (vgl. Maisak 1996, S. 86).
Aus Goethes Tagebüchern und Briefen geht hervor, wie präsent das Zeichnen für ihn bei diesem Aufenthalt war. So notiert er beispielsweise am 14. September „Gezeichnet, in mir gelebt.“ (WA III 1, S. 47 / Online-Edition: GT I, 14.9.1777 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0436 (Version vom 02.09.2024)). Dass die Bildproduktion dabei nicht immer zielgerichtet war, verdeutlicht Goethes Feststellung „in meinem Diarium steht offt: Ich habe gezeichnet, und es will sich immer nichts finden was ich gezeichnet habe, außer den Paar Dingen die Sie haben.“ (Brief an C. v. Stein vom 16. September 1777, WA IV 3, S. 178, Online-Edition: GB 3, Nr. 289, in: http://goethe-biographica.de/id/GB03_BR289_0 (Version vom 02.09.2024)).
Provenienz
Vor 1822 | (vermutlich) Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Emil Leopold August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772-1822) [1].
Um 1822 | (vermutlich) Erbschaft von Emil Leopold August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772-1822) an die Herzogliche Bibliothek Gotha (1647-1919, 1925-1946) [1].
Vor 1934 | (vermutlich) Bestandsumsetzung von der Herzoglichen Bibliothek Gotha (1647-1919, 1925-1946) an das Herzogliche Museum Gotha (seit 1879).
20.1.1935 | Verkauf von dem Herzoglichen Museum Gotha (seit 1879) an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [2].
Quellen zur Provenienz
[1] Eine Sammlung von neun Blättern mit Goethe-Zeichnungen in der Herzoglichen Bibliothek Gotha, einem handschriftlichen Nachtrag im entsprechenden Bandkatalog zufolge durch Herzog August selbst beschriftet (Forschungsbibliothek Gotha, Chart A. 1065).
[2] GNM Neuerwerbungsbuch (1930-1952), S. 62, Nr. 96; Schreiben der Herzoglichen Anstalten Gotha an von Maltzahn (GNM) vom 12.01.1935 (GSA 150/M 87, unfol.).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung
Links oben mit Bleistift: "36", Rückseite: "N. 49" und ein Testat von unbekannter Hand: "Wartburg Goethe"
Links oben mit Bleistift: "36", Rückseite: "N. 49" und ein Testat von unbekannter Hand: "Wartburg Goethe"
Bezüge im Wissensnetz
Teil der Sammlung (26)
Museumsbestand (KSW)26 Einträge — alle anzeigen →
Handelt über (10)
KSW-ProjekteThemen (6)
Weitere QuellenZugehöriger Ort (3)
Weitere QuellenObjektbeschreibung (3)
Goethe-TexteHat Dimension (2)
Goethe-TexteWird angeführt von (2)
Goethe-TexteWird dargestellt durch (1)
Weitere QuellenPräsentationstext (1)
Museumsbestand (KSW)1 Einträge — alle anzeigen →