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Zeichnung
Mönch und Nonne
1777
- Inventarnummer
- GGz/0959
- Inventarnummer
- GGz/0959
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209764
Blaues Papier; Kohle
Das Blatt zeigt eine Granitfelsformation, die unter dem Namen Mönch und Nonne bekannt ist.
Die Zeichnung ist auf blauem Papier gearbeitet. Das Blatt ist an allen Seiten beschnitten und leicht stockfleckig. Oben und unten finden sich mittig Einstichlöcher.
Goethe zeichnete die Felsformation bei seiner Reise in der Nähe der Wartburg 1777. Dieselbe Felsformation findet sich in einer weiteren Zeichnung (GGz/0958). Der Akt des Zeichnens wurde von Franz Oberthür in seinen Reisebeschreibungen vom 19. September 1777 festgehalten: „Nach Gotha kamen wir über Eisenach, wo wir Göthe auf der Wartburg trafen, beschäftigt mit dem Mönche und der Nonne, die er eben abgezeichnet.“ (BuG II, S. 34 / Online-Edition: BuG II, BuG02_A_0214 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG02_A_0214 (Version vom 02.09.2024)) Die Bezeichnung ‚Mönch und Nonne‘ für die Felsformation verweist auf eine lokale Sage nach der ein Liebespaar aus Mönch und Nonne, die sich auf den Hügeln nach der Wartburg heimlich trafen, in Steine verwandelt wurden (vgl. Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853, S. 408).
Provenienz
Vor 1832 | Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Gottlob Friedrich Constantin von Stein, gen. Fritz von Stein (1772-1844) [1]
1844 | Erbschaft von Gottlob Friedrich Constantin von Stein, gen. Fritz von Stein (1772-1844) an Marie von Zobeltitz, geb. von Stein (1805-1876) [2].
1876 | Erbschaft von Marie von Zobeltitz, geb. von Stein (1805-1876) an Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz (nachgewiesen 1842/42).
1892 | Schenkung Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz (nachgewiesen 1842/42), an das das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1, 3].
Quellen zur Provenienz
[1] Brief von Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz, vom 11.02.1892 (GSA 150/M 74 Bl. 156-157): „Erw. Hochwohlgeboren erlaube ich mir hierdurch mitzutheilen daß heut 2 Werthsendungen an das Göthe National Museum abgegangen sind, nach Ihrer Anweisung, u. wünsche ich mir daß die Sachen, wenigstens ein Theil derselben, etwas Freude bereitetet, es sind alles Geschenke von Goethe an meinen Großvater.“
[2] Vgl. Ausst.-Kat. Berlin 1861, S. 41, Nr. 16: „Im Besitze der Frau Marie v. Zobeltitz geb. v. Stein.“
[3] Ruland 1893, S. 13: „Eine Urenkelin Charlotte v. Steins schenkte dem Goethe-National-Museum eine Anzahl äusserst interessanter Zeichnungen Goethes aus der 70r und 80r Jahren, mehrere schöne Blätter von Tischbein und Kniep aus der Zeit der Italienischen Reise, und die von Goethe selbst gefertigte, fast lebensgrosse Silhouette des jungen Fritz von Stein“.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Die Zeichnung ist auf blauem Papier gearbeitet. Das Blatt ist an allen Seiten beschnitten und leicht stockfleckig. Oben und unten finden sich mittig Einstichlöcher.
Goethe zeichnete die Felsformation bei seiner Reise in der Nähe der Wartburg 1777. Dieselbe Felsformation findet sich in einer weiteren Zeichnung (GGz/0958). Der Akt des Zeichnens wurde von Franz Oberthür in seinen Reisebeschreibungen vom 19. September 1777 festgehalten: „Nach Gotha kamen wir über Eisenach, wo wir Göthe auf der Wartburg trafen, beschäftigt mit dem Mönche und der Nonne, die er eben abgezeichnet.“ (BuG II, S. 34 / Online-Edition: BuG II, BuG02_A_0214 (Ernst Grumach/Renate Grumach), in: http://goethe-biographica.de/id/BuG02_A_0214 (Version vom 02.09.2024)) Die Bezeichnung ‚Mönch und Nonne‘ für die Felsformation verweist auf eine lokale Sage nach der ein Liebespaar aus Mönch und Nonne, die sich auf den Hügeln nach der Wartburg heimlich trafen, in Steine verwandelt wurden (vgl. Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853, S. 408).
Provenienz
Vor 1832 | Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Gottlob Friedrich Constantin von Stein, gen. Fritz von Stein (1772-1844) [1]
1844 | Erbschaft von Gottlob Friedrich Constantin von Stein, gen. Fritz von Stein (1772-1844) an Marie von Zobeltitz, geb. von Stein (1805-1876) [2].
1876 | Erbschaft von Marie von Zobeltitz, geb. von Stein (1805-1876) an Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz (nachgewiesen 1842/42).
1892 | Schenkung Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz (nachgewiesen 1842/42), an das das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [1, 3].
Quellen zur Provenienz
[1] Brief von Tosca von Kamptz, geb. Zobeltitz, vom 11.02.1892 (GSA 150/M 74 Bl. 156-157): „Erw. Hochwohlgeboren erlaube ich mir hierdurch mitzutheilen daß heut 2 Werthsendungen an das Göthe National Museum abgegangen sind, nach Ihrer Anweisung, u. wünsche ich mir daß die Sachen, wenigstens ein Theil derselben, etwas Freude bereitetet, es sind alles Geschenke von Goethe an meinen Großvater.“
[2] Vgl. Ausst.-Kat. Berlin 1861, S. 41, Nr. 16: „Im Besitze der Frau Marie v. Zobeltitz geb. v. Stein.“
[3] Ruland 1893, S. 13: „Eine Urenkelin Charlotte v. Steins schenkte dem Goethe-National-Museum eine Anzahl äusserst interessanter Zeichnungen Goethes aus der 70r und 80r Jahren, mehrere schöne Blätter von Tischbein und Kniep aus der Zeit der Italienischen Reise, und die von Goethe selbst gefertigte, fast lebensgrosse Silhouette des jungen Fritz von Stein“.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
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