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Zeichnung
Bergfried der Burg Bornstedt (?) (recto); Hügellandschaft mit Kirchdorf (verso)
1777
- Inventarnummer
- GGz/1913
- Inventarnummer
- GGz/1913
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209758
Bleistift, Pinsel in Grau (laviert) (recto); Bleistift (verso)
Die Landschaft der Vorderseite zeigt aus einer starken Untersicht einen auf einer Anhöhe gelegenen Turm. Der Blick führt einen Hang hinauf und ist durch einen Baumbestand links und rechts gerahmt. Die quer ausgerichtete Landschaft der Rückseite zeigt einen weiten Ausblick über Hügel, in deren Mitte ein Dorf mit Kirche zu sehen ist.
Das Blatt weist eine horizontale Knickfalte im unteren Abschnitt auf, die den Rand des rückseitigen Motivs bildet. Die Ränder sind oben, links und rechts zugeschnitten, unten befindet sich die Schöpfkante. In den Ecken sind Einstichlöcher zu erkennen.
Keiner der bisherigen Vorschläge zur Lokalisierung des vorderseitigen Motivs ließ sich bisher verifizieren. Sowohl die Identifizierung als Ruine der Burg Hassenstein durch Wolfgang von Oettingen , die bereits von Femmel abgelehnt wurde (vgl. Corpus I, S. 70-71), als auch die Identifizierung als Fuchsturm in Jena lassen die eher seltene Bauform des Turms außer Acht. Der Übergang von einem quadratischen Baukörper zu einem oberen runden Abschluss ist äußerst markant. Ein Turm dieser Art findet sich beispielsweise in Tannroda, aber auch bei der Ruine der Burg Bornstedt bei Eisleben. Der auf einer Anhöhe gelegene Bergfried ohne Turmhelm weist eine hohe Übereinstimmung zu Goethes Darstellung auf, eine Erwähnung Bornstedts in Tagebüchern oder Briefen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Entstehung der Zeichnung datiert Femmel um 1777, in Abhängigkeit von stilistischen Gemeinsamkeiten zu der Zeichnung der ‚Felsentreppe im Weimarer Park‘ (GGz/1923) (vgl. ebd.) Die Skizze der Rückseite ist mit leichten Bleistiftlinien ausgeführt, die auf dem verbräunten Papier nur noch schwer erkennbar sind. Eine Zuordnung des Landschaftsmotivs wird dadurch erschwert.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Das Blatt weist eine horizontale Knickfalte im unteren Abschnitt auf, die den Rand des rückseitigen Motivs bildet. Die Ränder sind oben, links und rechts zugeschnitten, unten befindet sich die Schöpfkante. In den Ecken sind Einstichlöcher zu erkennen.
Keiner der bisherigen Vorschläge zur Lokalisierung des vorderseitigen Motivs ließ sich bisher verifizieren. Sowohl die Identifizierung als Ruine der Burg Hassenstein durch Wolfgang von Oettingen , die bereits von Femmel abgelehnt wurde (vgl. Corpus I, S. 70-71), als auch die Identifizierung als Fuchsturm in Jena lassen die eher seltene Bauform des Turms außer Acht. Der Übergang von einem quadratischen Baukörper zu einem oberen runden Abschluss ist äußerst markant. Ein Turm dieser Art findet sich beispielsweise in Tannroda, aber auch bei der Ruine der Burg Bornstedt bei Eisleben. Der auf einer Anhöhe gelegene Bergfried ohne Turmhelm weist eine hohe Übereinstimmung zu Goethes Darstellung auf, eine Erwähnung Bornstedts in Tagebüchern oder Briefen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Entstehung der Zeichnung datiert Femmel um 1777, in Abhängigkeit von stilistischen Gemeinsamkeiten zu der Zeichnung der ‚Felsentreppe im Weimarer Park‘ (GGz/1923) (vgl. ebd.) Die Skizze der Rückseite ist mit leichten Bleistiftlinien ausgeführt, die auf dem verbräunten Papier nur noch schwer erkennbar sind. Eine Zuordnung des Landschaftsmotivs wird dadurch erschwert.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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