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Zeichnung

Leuchtende Nachtwolke über Goethes Gartenhaus (Corpus-Titel) Zodiakallicht über Goethes Gartenhaus

1776 - 1777

Inventarnummer
GGz/1165
Inventarnummer
GGz/1165
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209719

Blaues Papier; Kohle, weiße Kreide

Aufgrund seines Motivs wird das Blatt der Gruppe der Mondscheinzeichnungen und der Zeichnungen zum Park an der Ilm in zugeordnet. Es zeigt Goethes Gartenhaus in Weimar am Rande eines Hangs, der hinter dem Gebäude aufragt und über dem eine mittige Weißhöhung einen Lichtschein am Nachthimmel darstellt, bei dem es sich aufgrund seiner vertikalen Ausrichtung vermutlich um ein Zodiakallicht handelt (Vgl. Brosche 1960 und 2000, S. 204-205).

Bemerkenswert ist die starke blaue Färbung des Papiers, die sich ebenfalls bei der Zeichnung GGz/1164 findet, die dieser auch in motivischer Hinsicht ähnelt. Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten. Einstichlöcher befinden sich in den oberen Ecken sowie oben und unten mittig.

Petra Maisak beschreibt eindrücklich, wie sich in den Mondzeichnungen bereits ein „Interesse an meteorologischen Phänomenen“ abzeichnet, das zu Goethes späterer naturwissenschaftlicher Beschäftigung mit Wolken führte (Maisak 1996, S. 79). Die Sicht über die Parkwiese auf das Gartenhaus ergibt sich von einem Standpunkt auf der Floßbrücke. Die Gehölzgruppe auf der linken Seite am ‚Stern‘ ist auf Güssefelds Plan vom ‚Webicht mit der anliegenden Gegend‘ von 1778 (HAAB Sign. Kt 100 Weimar 38 R Ms) nicht nachvollziehbar und könnte eine Hinzufügung für die Ausgewogenheit der Komposition sein.

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24

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