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Zeichnung

Gerstenfeld

1775

Inventarnummer
GGz/0101
Inventarnummer
GGz/0101
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209665
Die Zeichnung entstand während Goethes erster Schweizreise im Sommer 1775. Dargestellt ist eine Gebirgslandschaft in deren Mitte ein kleines Dorf von einer Umzäunung begrenzt wird.

Die Darstellung ist mit leichter Hand in Bleistift ausgeführt. Mittig finden sich an allen Seiten des Blattes sowie in allen Ecken Einstichlöcher. Vertikal am Blatt ist mittig eine Knickfalte erkennbar.

Der Titel des Blattes bezieht sich auf den eigenhändigen Vermerk unten rechts am Blatt. „Johanni Tag / Gerstenfeld“. Bei Femmel lautet der Titel (irrtümlicherweise) „Erstfeld“ (Corpus I, S. 55). Durch die eigenhändige Beschriftung ist auch das Entstehungsdatum auf den 24. Juni 1775 festgelegt.

Die Zeichnung gehört zu den 16 Blättern, die Goethe laut Ruland für die Arbeit an ‚Dichtung und Wahrheit‘ heranzog und die sich in einem „alten Umschlag vereinigt in Goethes Bibliothek“ (Ruland 1892, S. 95) fanden.


Provenienz

1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].

1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].

1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].

Quellen zur Provenienz

[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: "Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...]."

[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Ruland 1892, S. 95: „Die zweite […] Sammlung betrifft die erste Schweizer-Reise von 1775, genauer den mit seinem Landsmann Passavant in den Tagen vom 17ten bis 25ten Juni in die Urkantone und auf den Gotthard unternommenen Ausflug. Die sechzehn Blatt fanden sich in einem alten Umschlag vereinigt in Goethes Bibliothek, wo sie wahrscheinlich geruht haben, seitdem der Dichter sie beim Entstehen der Bücher XVIII und XIX von Dichtung und Wahrheit zu Rathe gezogen.“

[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.

Mira Claire Zadrozny, 2025-08-14
Beschriftung

Unten rechts eigenhändige Bleistiftbeischrift: "Johanni Tag Gerstenfeld"

Unten rechts eigenhändige Bleistiftbeischrift: "Johanni Tag Gerstenfeld"

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