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Zeichnung

Gebirgslandschaft aus der Umgebung von Urnerloch, Teufelsstein und Teufelsbrücke

1775

Inventarnummer
GGz/0100
Inventarnummer
GGz/0100
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209659
Die Zeichnung entstand während Goethes erster Schweizreise im Sommer 1775. Nur schwach ist die Gegend des sog. Urnerlochs erkennbar, einem der ältesten Tunnel durch die Alpen. 1708 fertiggestellt, ermöglichte er es, von der Schöllenschlucht ins Urserental zu gelangen und so eine Teilstecke des Gotthardpasses zu umgehen.

Die Darstellung ist mit leichter Hand in Bleistift ausgeführt. Mittig an allen Seiten des Blattes sowie in allen Ecken finden sich Einstichlöcher.

Im Tagebuch findet sich eine Erwähnung des Urner Loches im Eintrag vom 20. bis 22. Juni 1775 (vgl. WA III 1, S. 6 / Online-Edition: GT I, (20.–22.6.1775) (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0010 (Version vom 02.09.2024)). Auch in ‚Dichtung und Wahrheit‘ ist die Durchquerung des Tunnels kurz beschrieben: „Wir mühten uns weiter; das ungeheure Wilde schien sich immer zu steigern, Platten wurden zu Gebirgen und Vertiefungen zu Abgründen. So geleitete mich mein Führer bis ans Urserner Loch, durch welches ich gewissermaßen verdrießlich hindurchging: was man bisher gesehen, war doch erhaben, diese Finsternis hob alles auf. Aber freilich hatte sich der schelmische Führer das freudige Erstaunen voraus vorgestellt, das mich beim Austritt überraschen mußte“ (WA I 29, S. 121).


Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung

In der unteren rechten Ecke eigenhändig mit Bleistift datiert: "23" (Juni)

In der unteren rechten Ecke eigenhändig mit Bleistift datiert: "23" (Juni)

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