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Zeichnung
Vignette mit Gartentreppe und Vase
1773 - 1775
- Inventarnummer
- GGz/1401
- Inventarnummer
- GGz/1401
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209614
Papier; Bleistift, Feder in Braun, Pinsel in Braun (laviert)
Bei dem Landschaftsmotiv handelt es sich vermutlich um ein Park- bzw. Gartenmotiv. Die offene Landschaft mit wenigen Bäumen zeigt am rechten Rand eine Treppe, die zu einer Terrasse führt. Am Fuß der Treppe ist ein Postament zu sehen, auf dem eine Vase steht. Auf dem Plateau ist eine Herme angedeutet. Das Motiv erhält durch grob skizzierte Vegetation einen Rahmen.
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, Einstichlöcher sind oben und unten mittig zu erkennen.
Femmel datiert die Entstehung der Zeichnung aus stilistischen und motivischen Gründen in die Zeit um 1773/75 (vgl. Corpus I, S. 48). Andreas Thiel vermutet aufgrund der Datierung, es könne sich um ein Motiv aus dem Park in Offenbach handeln, in dem Goethe sich mit seiner Verlobten Lili Schönemann traf (vgl. Thiel, in: Ausst.-Kat. Frankfurt (Main) 1999, S. 209) und der in Goethes Gedicht ‚Lilis Park‘ (WA I 2, S. 90-95) thematisiert wird. Die Rahmung des Motivs, die der Zeichnung den Eindruck einer Vignette verleiht, spricht hingegen nicht für eine Naturbeobachtung. Im Postament ist die Inschrift „URA“ erkennbar, die auf die Muse Urania verweisen könnte und damit auf eine allegorischen Bedeutungsebene, wobei in dem Motiv selbst keine weiteren Bezüge zur Astronomie erkennbar sind.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
Das Blatt ist an allen Seiten zugeschnitten, Einstichlöcher sind oben und unten mittig zu erkennen.
Femmel datiert die Entstehung der Zeichnung aus stilistischen und motivischen Gründen in die Zeit um 1773/75 (vgl. Corpus I, S. 48). Andreas Thiel vermutet aufgrund der Datierung, es könne sich um ein Motiv aus dem Park in Offenbach handeln, in dem Goethe sich mit seiner Verlobten Lili Schönemann traf (vgl. Thiel, in: Ausst.-Kat. Frankfurt (Main) 1999, S. 209) und der in Goethes Gedicht ‚Lilis Park‘ (WA I 2, S. 90-95) thematisiert wird. Die Rahmung des Motivs, die der Zeichnung den Eindruck einer Vignette verleiht, spricht hingegen nicht für eine Naturbeobachtung. Im Postament ist die Inschrift „URA“ erkennbar, die auf die Muse Urania verweisen könnte und damit auf eine allegorischen Bedeutungsebene, wobei in dem Motiv selbst keine weiteren Bezüge zur Astronomie erkennbar sind.
Laura Lisa Beier, 2025-06-24
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