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Zeichnung
Goethe in seinem Frankfurter Arbeitszimmer (?)
1768 - 1770
- Inventarnummer
- GGz/0006
- Inventarnummer
- GGz/0006
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209582
Bleistift, Pinsel in Grau (teilweise laviert), Aquarell
Das Blatt zeigt eine Innenraumansicht mit einem am Schreibtisch vor einem Fenster sitzenden Mann. Im Hintergrund sind einige Gipsabgüsse, ein Landschaftsgemälde auf einer Staffelei sowie ein an der Wand hängender Dreispitz zu sehen.
Das Papier ist an allen Seiten zugeschnitten.
Die gelegentliche Annahme, es handle sich bei der dargestellten Person um Goethe selbst, scheint schon aufgrund der geringen Ähnlichkeit nicht zuzutreffen (vgl. Corpus I, S. 44). Dennoch handelt es sich bei dem gezeigten Raum wohl um eine Ansicht des Frankfurter Goethehauses. Petra Maisak beschreibt, dass sich die Anlage des Raums auf einen Bildtypus „niederländisch beeinflußte[r] Interieurs der Frankfurter Maler, namentlich an die Atelierbilder von Justus Juncker oder Johann Daniel Bager“ erinnert (Maisak 1996, S. 42-43). Sie verweist zudem auf eine kleine Zeichnung Goethes, die sich in einem Brief an die Auguste Gräfin zu Stolberg vom 7.-10. März 1775 findet (Corpus VIb, 174; WA IV 2, S. 240-243 / Online-Edition: GB 2, Nr. 207 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR207_0 (Version vom 02.09.2024)) und die ebenfalls eine Staffelei und einen Stuhl zeigt (vgl. Maisak 1996, S. 43). In ‚Dichtung und Wahrheit‘ beschreibt Goethe die mimetische Zeichenpraxis, die er im Frankfurter Elternhaus verfolgte: „So kam es auch wieder an’s Zeichnen, und da ich immer unmittelbar an der Natur oder vielmehr am Wirklichen arbeiten wollte, so bildete ich mein Zimmer nach, mit seinen Möbeln, die Personen, die sich darin befanden ...“ (WA I 27, S. 212).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Das Papier ist an allen Seiten zugeschnitten.
Die gelegentliche Annahme, es handle sich bei der dargestellten Person um Goethe selbst, scheint schon aufgrund der geringen Ähnlichkeit nicht zuzutreffen (vgl. Corpus I, S. 44). Dennoch handelt es sich bei dem gezeigten Raum wohl um eine Ansicht des Frankfurter Goethehauses. Petra Maisak beschreibt, dass sich die Anlage des Raums auf einen Bildtypus „niederländisch beeinflußte[r] Interieurs der Frankfurter Maler, namentlich an die Atelierbilder von Justus Juncker oder Johann Daniel Bager“ erinnert (Maisak 1996, S. 42-43). Sie verweist zudem auf eine kleine Zeichnung Goethes, die sich in einem Brief an die Auguste Gräfin zu Stolberg vom 7.-10. März 1775 findet (Corpus VIb, 174; WA IV 2, S. 240-243 / Online-Edition: GB 2, Nr. 207 (Elke Richter / Georg Kurscheidt), in: http://goethe-biographica.de/id/GB02_BR207_0 (Version vom 02.09.2024)) und die ebenfalls eine Staffelei und einen Stuhl zeigt (vgl. Maisak 1996, S. 43). In ‚Dichtung und Wahrheit‘ beschreibt Goethe die mimetische Zeichenpraxis, die er im Frankfurter Elternhaus verfolgte: „So kam es auch wieder an’s Zeichnen, und da ich immer unmittelbar an der Natur oder vielmehr am Wirklichen arbeiten wollte, so bildete ich mein Zimmer nach, mit seinen Möbeln, die Personen, die sich darin befanden ...“ (WA I 27, S. 212).
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung
Oberer Rand der Rückseite mit Bleistift: "47"
Oberer Rand der Rückseite mit Bleistift: "47"
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