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Zeichnung

Baumstudie

1767 - 1768

Inventarnummer
GGz/1106
Inventarnummer
GGz/1106
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209477

Graues Papier; schwarze Kreide (gewischt), weiße Kreide

Im Oktober 1765 zog Goethe mit 16 Jahren nach Leipzig, um sein Jurastudium aufzunehmen. Dort machte er Bekanntschaft mit Adam Friedrich Oeser, der 1864 zum Direktor der Leipziger Kunstakademie ernannt worden war. Unter Oesers Anleitung befasste sich Goethe neben den eigenen zeichnerischen Studien auch mit der zeitgenössischen Kunsttheorie. So entstanden in den Jahren von 1765 bis 1768 Zeichnungen, die Goethes Studienalltag wie auch sein wachsendes Interesse an der Kunst darlegen. Die hier vorliegende Kreidezeichnung entstand vermutlich in dieser Zeit. Sie zeigt die Studie eines Baumes. Sie lässt sich einer kleineren Gruppe früher Baumstudien zuordnen (GGz/1056, GGz/1105, GGz/1106, GGz/1133, GGz/1922, GGz/1062).

Das Blatt ist an allen Rändern beschnitten. Es finden sich jeweils mittig an allen Seiten Einstichlöcher. Möglicherweise hatte das Papier eine blaue Färbung, die jedoch mit der Zeit verblasst ist. Das Papier weist Ähnlichkeiten zu GGz/1056, GGz/2351 und GGz/1105 auf.

Die Landschaftsmotive der Zeichnungen GGz/1056 und GGz/1106 sind in ihrer Gestaltungsweise der vorliegenden Darstellung vergleichbar. Während die anderen Blätter motivisch auch über die teils vorderseitig, teils rückseitig dargestellten Porträtstudien in Verbindung stehen, ist GGz/2351 durch den Katalog von Goethes Kunstsammlung von Schuchardt auch mit Oeser assoziiert.

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24

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