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Zeichnung

Kopfstudien

1767 - 1768

Inventarnummer
GGz/2351
Inventarnummer
GGz/2351
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209473

Graues Papier; Rötel

Im Oktober 1765 zog Goethe mit 16 Jahren nach Leipzig, um sein Jurastudium aufzunehmen. Dort machte er Bekanntschaft mit Adam Friedrich Oeser, der 1864 zum Direktor der Leipziger Kunstakademie ernannt worden war. Unter Oesers Anleitung befasste sich Goethe neben den eigenen zeichnerischen Studien auch mit der zeitgenössischen Kunsttheorie. So entstanden in den Jahren von 1765 bis 1768 Zeichnungen, die Goethes Studienalltag wie auch sein wachsendes Interesse an der Kunst darlegen. Die hier vorliegende Rötelzeichnung zeigt zwei Porträtstudien im Viertelprofil.

Das Blatt ist an allen vier Rändern zugeschnitten, wobei der rechte Kopf stark beschnitten wurde. Die Zeichnung ist in Rötel ausgeführt. Es finden sich oben und unten mittig Einstichlöcher. Das Papier weist Ähnlichkeiten zu GGz/1056, GGz/1105 und GGz/1106 auf.

Das Blatt wurde in Schuchardts Katalog von Goethes Kunstsammlung zusammen mit einem weiteren Blatt als Zeichnung Oesers aufgeführt (vgl. Schuchardt 1848, Bd. 1, S. 280). Während Femmel irrtümlich davon ausgeht, dass es sich bei den bei Schuchardt gelisteten Zeichnungen um das vorliegende Blatt und GGz/1105 handelt (vgl. Corpus I, S. 27), dessen Rückseite die gleiche Porträtstudie zeigt, die hier auf der rechten Seite verschnitten dargestellt ist, handelt es sich bei dem zweiten Blatt um eine verschiedene mit schwarzer Kreide gezeichnete Porträtstudie (GHz/Sch.I.280,0492.2).


Provenienz

1832 | Erbschaft von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an seine Enkel Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885), Wolfgang Maximilian von Goethe (1820-1883) und Alma von Goethe (1827-1844) [1].

1885 | Vermächtnis von Walther Wolfgang von Goethe (1818-1885) an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach [2].

1885 | Stiftung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].

Quellen zur Provenienz

[1] Testament Johann Wolfgang von Goethes vom 6. Januar 1831: „Ich ernenne meine drey Enkel Walther, Wolfgang und Alma von Goethe zu meinen Universal=Erben [...].“

[2] Testament von Walther Wolfgang von Goethe vom 24. September 1883: "Ich ernenne das Großherzogthum Sachsen - den Staat - zum Erben des, aus dem Nachlaß meines seligen Großvaters des Geheimerathes Johann Wolfgang von Goethe herrührenden, in der Stadt Weimar belegenen Immobiliarbesitzes. [...] Der genannte Erbe erhält weiter: die, ebenfalls aus dem Nachlasse meines Großvaters herrührenden, im Goethehaus verwahrten Sammlungen von Bildern, Medaillen, Mineralien, Kunstwerken aller Art, u.s.w."; Schuchardt 1848/1, S. 280, Nr. 492.

[3] Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach: Stiftungsbrief des Goethe-Nationalmuseums, Wartburg bei Eisenach, 8. August 1885.

Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung

Auf der Rückseite ovaler Stempel "Goethe-National-Museum".

Auf der Rückseite ovaler Stempel "Goethe-National-Museum".

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