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Zeichnung

Porträtskizze

1765 - 1768

Inventarnummer
GGz/0052
Inventarnummer
GGz/0052
Inventarnummer
GGz/0052
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209406
Im Oktober 1765 zog Goethe mit 16 Jahren nach Leipzig, um sein Jurastudium aufzunehmen. Dort machte er Bekanntschaft mit Adam Friedrich Oeser, der 1864 zum Direktor der Leipziger Kunstakademie ernannt worden war. Unter Oesers Anleitung befasste sich Goethe neben den eigenen zeichnerischen Studien auch mit der zeitgenössischen Kunsttheorie. So entstanden in den Jahren von 1765 bis 1768 Zeichnungen, die Goethes Studienalltag wie auch sein wachsendes Interesse an der Kunst darlegen. Die hier vorliegende Bleistiftzeichnung entstand in dieser Zeit. Sie zeigt die Porträtstudie einer Frau mit Haube im Profil.

Das kleine Blatt weist an allen vier Seiten mittig Einstichlöcher auf. Mittig verläuft zudem eine vertikale Knickfalte. Die Zeichnung ist in Bleistift ausgeführt. Vorder- und rückseitig sind einige, teils gelöschte Notizen in Bleistift erkennbar, die bislang jedoch nicht eindeutig entziffert werden konnten. Marie Schuette vermutet, es handle sich bei der Beschriftung der Vorderseite um einige schwer leserliche Buchtitel, während auf der Rückseite Rechnungsnotizen zu sehen seien, deren Urheber allerdings nicht bekannt ist (vgl. Schuette 1909, S. 264).

Die Zeichnung stammt aus dem Nachlass von Christian Gottfried Hermann, mit dem Goethe in Leipzig befreundet war. Mitunter wurde eine Zuschreibung an Hermann diskutiert (vgl. Corpus I, S. 18 sowie Schuette 1909, S. 264).


Provenienz

Vor 1813 | Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Christian Gottfried Hermann (1743-1813) [1].

Vor 1891 | Erwerb durch Albert Anders, Leipzig, Erwerbsart unbekannt [2].

1891 | Stiftung von Albert Anders, Leipzig an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [3].

Quellen zur Provenienz

[1] Vgl. Corpus I, S. 12, Nr. 3; wahrscheinlich Schenkung bereits in der Leipziger Studienzeit vor 1875; gehört zu den 32 Zeichnungen Goethes und Hermanns aus dessen Nachlass.

[2] Sammlerstempel „Albert Anders Leipzig“ auf einigen der 32 Zeichnungen.

[3] Ruland 1892, S. 14: „Herr Anders stiftete zu gleicher Zeit noch 32 Skizzen von der Hand Goethes und Hermanns aus denselben Jahren 1766-1768, eine werthvolle Ergänzung dieser Reliquien aus Goethes Jugend."

Mira Claire Zadrozny, 2025-10-07
Beschriftung

Vorderseite: "schwer leserliche Büchertitel". Rückseite: "Rechnungsnotizen von unbekannter Hand" (Schuette). Stempelabdruck: "Albert Anders Leipzig", darüber "Nr. 10" mit Tinte,Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"

Vorderseite: "schwer leserliche Büchertitel". Rückseite: "Rechnungsnotizen von unbekannter Hand" (Schuette). Stempelabdruck: "Albert Anders Leipzig", darüber "Nr. 10" mit Tinte,Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"

Vorderseite: "schwer leserliche Büchertitel". Rückseite: "Rechnungsnotizen von unbekannter Hand" (Schuette). Stempelabdruck: "Albert Anders Leipzig", darüber "Nr. 10" mit Tinte,Stempel "GOETHE-NATIONAL-MUSEUM WEIMAR"

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Goethe-Texte
  • 61
  • 90
  • Bleistift

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