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Zeichnung
Landschaft an der Saale mit Blick auf die Mühle und den Bergfried der Camburg auf dem Matzberg
1765 - 1768
- Inventarnummer
- GGz/1915
- Inventarnummer
- GGz/1915
- PID
- pid.klassik-stiftung.de/pid/300:209384
Bleistift
Das Blatt gehört zur Gruppe der frühen Zeichnungen und stellt eine Landschaft bei Camburg dar.
Das Papier weist sich kreuzende Knickfalten auf, die horizontale verläuft in der oberen Bildhälfte. An einigen Stellen ist ein Lichtrand erkennbar. Mittig findet sich eine leichte Verschmutzung. Rückseitig ist das Blatt mit je einer handschriftlichen Notiz Katharina Elisabeth Goethes (hier ist unklar, ob diese eigenhändig ist), Bettina von Arnims sowie des Dirigenten und Komponisten Siegfried Ochs versehen, die Aufschluss über die Provenienz der Zeichnung geben.
Für Petra Maisak ist das Blatt exemplarisch für Goethes Zeichnungen der frühen Jahre um 1765 und zeigt deutlich den Einfluss des Zeichenunterrichts, insbesondere durch den Frankfurter Zeichenmeister Christian Georg Schütz d.Ä., an den besonders die Komposition des Blattes erinnere. Sie verortet die Darstellung im Taunus, wobei keine exakte Zuordnung möglich sei (vgl. Maisak 1996, S. 29).
Die genaue geografische Situierung der Ansicht hat Wolfgang Damisch anhand des Vergleichs mit einem Gemälde, das Carl von Voß 1850 von der Camburger Mühle anfertigte, schließlich ermitteln können (vgl. Damisch 2010, S. 46-49). Als Datierung wäre auch 1776 denkbar, als Goethe in Oktober erstmals in Gesellschaft von Herzog Carl August Camburg besuchte (vgl. den Tagebucheintrag vom 16.10.1776: WA III 1, S. 24 / Online-Edition: GT I, 16.10.1776 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0175 (Version vom 02.09.2024)).
Provenienz
Vor 1808 | (vermutlich) Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808).
Vor 1808 | Schenkung von Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808) an Bettina von Arnim (1785-1859) [1].
Vor 1859 | Schenkung von Bettina von Arnim (1785-1859) an Joseph Joachim (1831-1907) [2].
08.05.1908 | Verkauf aus dem Nachlass von Joseph Joachim (1831-1907) durch C. G. Boerner, Auktions-Institut, Kunst- und Buchantiquariat, Leipzig (1826-1949) an Siegfried Ochs (1858-1929) [2, 3].
Spätestens 1910 | Erwerb durch Anton Kippenberg (1874-1950), Leipzig, Erwerbsart unbekannt, bis mindestens 1913 in der Sammlung [4].
15./16.04.1924 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich unverkauft [5].
29.04.1929 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich unverkauft [6].
24.08.1929 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich verkauft, Käufer unbekannt (vermutlich Leon Nathansohn (1874-1944), Dresden) [7].
Spätestens 1932 | Erwerb durch Leon Nathansohn (1874-1944), Dresden, Erwerbsart unbekannt [8].
19.04.1933 | Auktion der Sammlung Leon Nathansohn durch das Auktionshaus Paul Graupe, Berlin (1927-1933), Verbleib unbekannt [8].
03.11.1933 | Verkauf durch die Firma J. A. Stargardt, Berlin (1849-) an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [9].
Quellen zur Provenienz
[1] Rückseite, Bezeichnung von unbekannter Hand: „Geschenk der Frau Rath [Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808)] / an Bettina [von Arnim (1785-1859)].“
[2] Rückseite, Bezeichnung von Bettina von Arnim: „Landschaft von Goethe aus / seiner frühesten Zeit.“; Rückseite, Bezeichnung von Siegfried Ochs: "(Notiz von Bettina v. Arnim, die das Blatt / Josef Joachim schenkte. Aus dessen Sammlung / habe ich es am 7. Mai 1908 erhalten. Siegfried Ochs)."
[3] Aukt.-Kat. Boerner 1908/92, S. 46, Nr. 269.
[4] Vgl. Morris 1909/12, Bd. 2, S. 329, Nr. 9.; Vgl. Bierbaum/Schüddekopf 1913; vermutlich vor dem 06.03.1909 in die Sammlung gelangt: Analogieschluss aus der Erwerbsgeschichte von GGz/0034.
[5] Aukt.-Kat. Henrici 1924/87, S. 6, Nr. 24.
[6] Aukt.-Kat. Henrici 1929/151, S. 22, Nr. 178.
[7] Aukt.-Kat. Henrici 1929/157, S. 8, Nr. 26.
[8] Vgl. Aukt.-Kat. Graupe 1933/106, S. 16, Nr. 78.
[9] Aukt.-Kat. Stargardt 1933/343, S. 9, Nr. 38; GNM Neuerwerbungsbuch (1930-1952), S. 52, Nr. 101.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Das Papier weist sich kreuzende Knickfalten auf, die horizontale verläuft in der oberen Bildhälfte. An einigen Stellen ist ein Lichtrand erkennbar. Mittig findet sich eine leichte Verschmutzung. Rückseitig ist das Blatt mit je einer handschriftlichen Notiz Katharina Elisabeth Goethes (hier ist unklar, ob diese eigenhändig ist), Bettina von Arnims sowie des Dirigenten und Komponisten Siegfried Ochs versehen, die Aufschluss über die Provenienz der Zeichnung geben.
Für Petra Maisak ist das Blatt exemplarisch für Goethes Zeichnungen der frühen Jahre um 1765 und zeigt deutlich den Einfluss des Zeichenunterrichts, insbesondere durch den Frankfurter Zeichenmeister Christian Georg Schütz d.Ä., an den besonders die Komposition des Blattes erinnere. Sie verortet die Darstellung im Taunus, wobei keine exakte Zuordnung möglich sei (vgl. Maisak 1996, S. 29).
Die genaue geografische Situierung der Ansicht hat Wolfgang Damisch anhand des Vergleichs mit einem Gemälde, das Carl von Voß 1850 von der Camburger Mühle anfertigte, schließlich ermitteln können (vgl. Damisch 2010, S. 46-49). Als Datierung wäre auch 1776 denkbar, als Goethe in Oktober erstmals in Gesellschaft von Herzog Carl August Camburg besuchte (vgl. den Tagebucheintrag vom 16.10.1776: WA III 1, S. 24 / Online-Edition: GT I, 16.10.1776 (Wolfgang Albrecht/Andreas Döhler), in: http://goethe-biographica.de/id/GT01_0175 (Version vom 02.09.2024)).
Provenienz
Vor 1808 | (vermutlich) Schenkung von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808).
Vor 1808 | Schenkung von Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808) an Bettina von Arnim (1785-1859) [1].
Vor 1859 | Schenkung von Bettina von Arnim (1785-1859) an Joseph Joachim (1831-1907) [2].
08.05.1908 | Verkauf aus dem Nachlass von Joseph Joachim (1831-1907) durch C. G. Boerner, Auktions-Institut, Kunst- und Buchantiquariat, Leipzig (1826-1949) an Siegfried Ochs (1858-1929) [2, 3].
Spätestens 1910 | Erwerb durch Anton Kippenberg (1874-1950), Leipzig, Erwerbsart unbekannt, bis mindestens 1913 in der Sammlung [4].
15./16.04.1924 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich unverkauft [5].
29.04.1929 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich unverkauft [6].
24.08.1929 | Auktion der Firma Karl Ernst Henrici, Berlin (1908-1929), vermutlich verkauft, Käufer unbekannt (vermutlich Leon Nathansohn (1874-1944), Dresden) [7].
Spätestens 1932 | Erwerb durch Leon Nathansohn (1874-1944), Dresden, Erwerbsart unbekannt [8].
19.04.1933 | Auktion der Sammlung Leon Nathansohn durch das Auktionshaus Paul Graupe, Berlin (1927-1933), Verbleib unbekannt [8].
03.11.1933 | Verkauf durch die Firma J. A. Stargardt, Berlin (1849-) an das Goethe-Nationalmuseum Weimar (seit 1885) [9].
Quellen zur Provenienz
[1] Rückseite, Bezeichnung von unbekannter Hand: „Geschenk der Frau Rath [Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808)] / an Bettina [von Arnim (1785-1859)].“
[2] Rückseite, Bezeichnung von Bettina von Arnim: „Landschaft von Goethe aus / seiner frühesten Zeit.“; Rückseite, Bezeichnung von Siegfried Ochs: "(Notiz von Bettina v. Arnim, die das Blatt / Josef Joachim schenkte. Aus dessen Sammlung / habe ich es am 7. Mai 1908 erhalten. Siegfried Ochs)."
[3] Aukt.-Kat. Boerner 1908/92, S. 46, Nr. 269.
[4] Vgl. Morris 1909/12, Bd. 2, S. 329, Nr. 9.; Vgl. Bierbaum/Schüddekopf 1913; vermutlich vor dem 06.03.1909 in die Sammlung gelangt: Analogieschluss aus der Erwerbsgeschichte von GGz/0034.
[5] Aukt.-Kat. Henrici 1924/87, S. 6, Nr. 24.
[6] Aukt.-Kat. Henrici 1929/151, S. 22, Nr. 178.
[7] Aukt.-Kat. Henrici 1929/157, S. 8, Nr. 26.
[8] Vgl. Aukt.-Kat. Graupe 1933/106, S. 16, Nr. 78.
[9] Aukt.-Kat. Stargardt 1933/343, S. 9, Nr. 38; GNM Neuerwerbungsbuch (1930-1952), S. 52, Nr. 101.
Mira Claire Zadrozny, 2025-06-24
Beschriftung
Rückseite Testat unbekannter Hand, mit Tinte: "Landschaft von Goethe aus seiner frühesten Zeit"
Rückseite Testat unbekannter Hand, mit Tinte: "Landschaft von Goethe aus seiner frühesten Zeit"
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