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Pastellzeichnung

Geismar, Friedrich Caspar Reichsfreiherr von (1783-1848)

Inventarnummer
KGe/01123
Inventarnummer
KGe/01123
PID
pid.klassik-stiftung.de/pid/300:1194
Beschriftung

Auf der Rückseite oben links Klebezettel, darauf mit brauner Tinte: "No. 9". Unten mit schwarzem Stift: "NE 1370/1976" und "No.1123", mit Bleistift: "XX/14", Inventarschild 1997 auf der Rückseite befestigt. Text auf der Rückseite mit dunkler Tinte: "Von Geismar nat. 1783 begann seine kriegerische Laufbahn in der österreichischen Armee, wurde 1800 in Italien von den Franzosen gefangen, trat 1804. in russische Dienste. Während der Leipziger Schlacht stand er mit 2. Kosacken=Regimentern im Rücken der französischen Armee und namentlich in "Weimar", wo am 22* Oktober, Vormittags, die Stadt Gelegenheit hatte seine Unerschrockenheit kennen zu lernen. Der hinter dem Ettersberge retirirend Napoleon schickte nämlich, an jenem Morgen, ein starkes Corps, unter dem Befehl des General=Lieutnants Grafen Charles Lefebvre=Desnouettes, von dem Dorfe Schwerstedt recognoszierend nach Weimar, welcher von einem starken Nebel begünstigt, in das Innere der Stadt eindrang. Diesem warf sich der Major von Geismar mit einigen zur Hand seyenden Hunderten irregulärer Kosacken muthvoll entgegen, und hielt fechtend sie in den Straßen so lange auf, bis von der Leipziger Chaussée her die Corps von Tilemann und von Platow zur Hülfe kamen, worauf denn die Franzosen, mit namhaftem Verlust, hinter den Ettersberg zurückgetrieben wurden. Die Stadt Weimar. verehrte ihm das Ehrenbürgerrecht. Im Jahr 1839. wurde von Geismar, nun General=Lieutnant, unvermutet entlassen, weil sich, wie es hiess, in seinem Corps versteckte Unruhen gezeigt hatten. Wahrscheinlich lebt er gegenwärtig auf seinem Gute bei Bucharest. Weimar den 3. Juli 1849. Theod. Kraeuter."

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