Brief
Von Karl Cäsar von Leonhard (15. Februar 1816)
L. habe wegen Kränklichkeit als Folge der Arbeiten zur "Propädeutik der Mineralogie" (mit K. L. Gärtner und J. H. Kopp) nicht früher geantwortet. Erst nach der Fertigstellung des Drucks wolle L. Ende Mai nach München umziehen. Der Umzug der Mineraliensammlung bereite ihm Sorgen. Hoffnung, von München aus in Tirol, Salzburg und besonders Italien Stoff zu weiterem Forschen zu finden. Es locke ihn sehr, ein mineralogisches und zumal geognostisches Gemälde von diesem herrlichen Lande zu entwerffen. - Für die Münchner Akademie der Wissenschaften bereite er eine Schrift über die Natur und das Alter der Edelsteine vor. Hierzu erbittet er G.s Meinung zur Datierung, zu den Fundorten, über ihre klimatische Verbreitung und den Grund ihrer Seltenheit (vgl. G. "Über Bildung von Edelsteinen", WA II 10, 85-87). - Empfehlung von J. Schulze, der täglich seine Abberufung an den Rhein erwarte. - Über den Tod F. J. von Albinis.
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