Brief

Von Friedrich Wilhelm Riemer (11. August 1821)

Mitteilungen über den Erfolg der Brunnenkur, über Begegnungen und Einladungen in Karlsbad; erwähnt: R.s Frau, Fürst Heinrich XIX. von Reuß-Greiz, Fürst Karl von Liechtenstein, W. E. C. Huschke und B. Mitterbacher. Die Lesung von G.s "Wilhelm Meisters Wanderjahren" und der "Campagne in Frankreich" habe R. Anlaß zu Erinnerungen, Betrachtungen und beyläufigen Bemerkungen gewährt, die R. gelegentlich mitteilen möchte. - Nach Marienbad werde R. nach G.s Abraten nicht kommen, sondern die Rückreise am 23. August über Teplitz, Dresden und Leipzig als eine Art wandernder Nachkur antreten. Eine Anfrischung des Geistes und Beseitigung körperlicher Beschwerden nach Jahren lexikalischer Arbeit und zukünftiger Herausgabe (4. Auflage des "Griechisch-deutschen Handwörterbuches") halte R. für sehr nötig. - G.s Aufträge an D. Knoll und A. H. Mattoni habe R. erledigt. Dazu nähere Erörterungen und Erwähnung vorhandener Gläser, wovon R. ein Verzeichnis beilege; erwähnt: H. von Trebra, Knolls guter Absatz der (aus J. Müllers Nachlaß zusammengestellten) Steinsammlungen und eine von Knoll für G. vorbereitete Sammlung (vgl. RA 9, Nr. 968). - Nachrichten aus Karlsbad: die Preußen seien weniger geworden, und nur Polen und Böhmen sind in großer Anzahl vorhanden; erwähnt: Erzherzog Ferdinand von Österreich, Fürst Heinrich LI. von Reuß-Ebersdorf, Fürst J. zu Schwarzenberg und Prinz Alexander zu Solms.

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