Brief
Von Bettina Brentano (Arnim) (18. Dezember 1808)
B. habe zum letzten Mal im Sommer geschrieben, als sie in Gesellschaft eine Rheinfahrt bis Köln unternommen hatte (RA 5, Nr. 941). Nach der Rückkehr habe sie die letzten Tage mit G.s Mutter verbracht und sich am Tage vor ihrem Tod von ihr Verabschiedet. Über ihr gegenseitiges Verhältnis: Sie allein war mir vertraulich. - Da seit B.s letztem Besuch bei G. ein Jahr vergangen sei, solle es nun kein halbes bis zum Wiedersehen währen. - Die letzten Münchener Monate habe sie beinahe alle Abende mit Jacobi zugebracht, dessen Schwestern (Lene und Lotte) ihn verpalisadieren. Sie wolle bald nach München gehen, um bei P. Winter Gesangsstunden zu nehmen, G. möge ihr wieder einmal schreiben, Dein Gemüth ist mir ein Thron, auf dem sich meine Erinnerung seelig niederläst [...]. - Ihre Adresse: bei Professor Savigny. Landshut.
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