Brief
Von Friedrich Schiller (30. November 1798)
Mit Bezug auf G.s Besuche in der Abendstunde bedauert es S. besonders, daß sie den chromatischen Cursus erst am letzten Tag von G.s Jenaer Aufenthalt begonnen haben. Methodisch sei es für G.s Farbenlehre wichtig, den rein faktischen so wie den polemischen Theil aufs strengste von dem hypothetischen unterschieden zu halten. G.s lange Beschäftigung mit der Farbenlehre müsse mit einem nicht gemeinen Erfolg belohnt werden. Deshalb müsse G. ein Muster aufstellen, wie man physicalische Forschungen behandeln soll. - Heute habe er "Wallensteins Lager" an Iffland geschickt. G. möge auch bald die Kostümentwürfe an ihn senden.
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