Brief
Von Joseph Müller (21. Dezember 1806)
Dank für die gnädigste Exemplar in der Menge (G. "An Freunde der Geognosie", Jena 1806) nebst der Diplom (der Mineralogischen Gesellschaft zu Jena). - (J. G. oder J. C.) Mikan habe ihn auf die Legenden in der Karlsbader Geschichte und auf Literatur aufmerksam gemacht, u.a. auf Mathias Somer und sein Buch mit Erzählungen, das 1609 in Leipzig erschien (F. Sommer "Ein kurzes und sehr nützliches Büchlein... von dem heilsamen Gebrauch des Kaiser Karls Warmbad", übersetzt von M. Sommer). Zu der Entstehung Karlsbads, das lange vor Kaiser Karl IV. als warmes Bad bekannt war, und den bedeutungsvollen Bezeichnungen des Flusses Tepl. - Reflexionen über die Bildung des Sprudels und seiner teilweise gewaltsam zustandegekommenen Ausgänge; Zustimmung zu D. Bechers Anordnung, die vorhandenen Sprudel Öffnungen beizubehalten. - Ankündigung einer Sendung von Mineralien mit Erwähnung einer hiesigen seltenheit. - Nach G.s Abreise seien von der Frau Auß Drey Mohren zwei Paar Baumwollstrümpfe aufgefunden worden.
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