Brief

Von Christian Gottlob Voigt (20. Dezember 1800)

F. K. L. von Seckendorf, der sich bei der Vorbereitung der Säkularfeier in der größten Geschäftigkeit hervorgetan habe, sei gestern in einem Duell mit dem berüchtigten jungen Dumanoir verletzt worden und für die Säcularfreuden verdorben. Erwähnung des Sekundanten A. von Egloffstein. V. befürchtet, daß dergl. studentenmäßige Rauferey unsrer Gesetzgebung und Strenge gegen die Musensöhne kein gutes Ansehen giebt. - Neues von der poetischen Farce: deren Behandlung in der Kammer, der Entwendung des Originalmanuskripts in der Kanzlei und Schillers Antwort auf die Frage, ob er sich durch J. C. Schmidts Verse beleidigt fühle. Schiller habe erklärt, gegen das Gedicht [...] mancherley Zweifel gehegt und das F. Kirms auf eine sogar ostensible Art eröffnet zu haben; aber sonst sey ihm das Gedicht [...] die gleichgültigste Sache von der Welt. Von der Reaktion des Herzogs und W. E. F. von Wolzogens auf das wunderliche Verhalten von Schmidt. - Der Herzog habe nichts gegen C. A. Vulpius' Heirat, wolle ihm auch das Bibl. Secretär-Decret geben und wegen einer Zulage zum 1. April 1801 erinnert werden. - Aus Gotha habe V. sehr artige Briefe; dort wolle man der philosoph. Facultät keinen Glauben beymessen (vgl. RA 3, Nr. 1033).

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