Brief
An Carl Bertuch (15. März 1814)
AN CARL BERTUCH
Ob man schon in der jetzigen Zeit wo Forderungen und Bitten von allen Seiten auf uns losdringen, seine Freunde nicht aufs neue behelligen sollte, so konnte ich doch nicht umgehen beigehendes zu verfassen und solches mit dem Wunsche zu übersenden daß Sie es in Ihrem Kreise begünstigen möchten. Ihr Herr Vater gehört unter diejenigen Personen die mit der wackeren Frau von deren unglücklichen Nachkommen die Rede ist in dem besten Verhältnisse standen, so wie auch Vater Wieland, der wenn er lebte gewiß eine Vorsprache für sie bei den vereinigten Brüdern einlegte, vielleicht thun Sie es an seiner Stelle. Herr Cammerherr von Zigesar wird gern die allenfalls einkommenden wohlthätigen Gaben einnehmen und verwenden. Um Verzeihung bittend.
Weimar, d. 15t e n März 1814.
Goethe
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