Brief
An Carl Wilhelm von Fritsch (18. Februar 1810)
Ew. Hochwohlgebornen
erhalten hiebey 200 Exemplare zu gefälliger Austheilung an die Ge sellschaft u sonstige Freunde. Das dritte Hundert ist bey mir schon ziemlich auf die Hälfte zusammengeschmolzen. Es scheint als ob keine Schriften besser abgingen, als die man gratis austheilt. Mit meinem Rest will ich noch die Nach fragenden zu befriedigen suchen.
Wie befindet sich denn unsre liebe kleine Frau? Kann sie den Zug heute anführen? Das Heizen der oberen Zimmer ist besorgt. Genast wird sich mit den Stangen Männern zur rechten Zeit finden u weitre Anordnung erwarten. Eberwein der ältere wird die russi schen Melodieen mit InstrumentalMusik vor tragen, wodurch wieder etwas Neues u Fremdes entsteht. Ich wünsche daß alles wohl passen und gelingen möge. Ich werde dießmal schwerlich selbst aufwarten können. Goethe
Weimar den 18 Febr. 1810.
Noch eins
Ist es möglich, so wünschten wir die sämmtlichen ausgetheilten Zeichnungen wieder zurück zu erhalten, in welchem Zustand sie auch seyn mögen. Wir würden sie nebst denen vom ersten Aufzuge in ein Buch zusammenbrin gen u zu künftigem Gebrauch auf heben. Einzeln nutzen sie Niemanden. Gesammelt aber können sie künftigen Maskenlustigen zu neuer Anlei tung dienen. Der ich recht wohl zu leben wünsche u mich bestens em pfehle.
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