Brief
Von Christian Friedrich Tieck (13. April 1824)
In den lezten Tagen habe T. einen Abdruck der schon früher (vgl. RA 10, Nr. 581) versprochenen Münze mit dem Bildnis Dürers von J. L. Jachtmann an G. abgesandt. Näheres zur Münze, die als Preiß Medaille gedacht gewesen sei; erwähnt: N. Poussin und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen. - Der Sendung habe T. Gipsabdrücke von drei auf sogenanntem ägyptischen Porzellan abgeformten ägyptischen Götzenbildern beigelegt. W. von Humboldt habe sie auf Wunsch eines französischen Gelehrten formen lassen. Ferner liege das Fragment eines in Stein geschnittenen überaus zierlichen Isis Bildchens mit den Horus auf dem Schoose bei. - Bezüglich des weiblichen Kopfchens mit einem Medusenhaupt als Helm habe sich T.s frühere Vermutung bestätigt, dass es sich um die Figur einer Viktoria handele. Dies ergebe sich aus dem gleichen Aussehen der Kopie eines im Vatikan befindlichen antiken Werkes, das auch bei G. B. Piranesi abgebildet sei ("Vasi, candelabri, cippi, sarcofagi, tripodi, lucerne ed ornamenti antichi", Bd. 2, mit Stichen von F. Piranesi); weitere Gedanken dazu. - Empfehlung von C. Rauch.
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