Brief

Von Karl August Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach (30. August 1797)

Dank für G.s drittes extra blatt, das S. durch C. G. Voigt erhalten habe. - Des weiteren ausführlich über F. von Stein, der für seine fixirte Idee, in Schlesien bleiben zu wollen, keine ordentliche Ursache angeben könne, nun aber seine Dimission erhalten werde. Graf K. A. und Gräfin A. W. K. von Malzahn hätten ihn vor Übereilung gewarnt. Sein Vater sei ebenso gewesen: Schlug er einen Nagel wo ein, so war alles vergebl. - I. Unterberger könne F. Jagemanns Ausbildung als Maler nicht übernehmen. Er empfehle die Akademie in Wien, deren Direktor F. H. Füger sich zu allen guten erbiete und die jährlichen Kosten mit 500-600 Gulden angegeben habe. S. wolle Jagemann zwei Jahre je 300 Reichstaler geben, ihn durch Messekaufleute mit nach Wien nehmen lassen und ihn F. C. Lerse empfehlen. - Erneute Bitte um A. N. Scherers Adresse in London. - J. F. Burscher habe S. aus dem Nachlaß des Grafen H. von Bünau dessen lange vermißte Instrucktion über die Staats Verwaltung geschickt, die Bünau für S.s Vater verfertigt und S. bei J. F. von Fritsch gesucht habe. Sie sei zwar pedantisch u. langweilig, S. freue sich aber darüber. - Georg Herzog von Sachsen-Meiningen sei zur Jagd in Weimar.

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