Brief
Von Johann Gustav Gottlieb Büsching (26. Februar 1818)
B. begründet seine verspätete Antwort auf G.s letztes Schreiben mit einer Familienreise nach Berlin und einer anschließenden Kunstreise durch mehre Kirchen u. Dome des nördlichen Deutschlands (vgl. B. "Reise durch einige Münster und Kirchen"). - Übersendung eines Hefts der (von B. herausgegebenen) "Wöchentlichen Nachrichten" (Ruppert 321) mit B.s Aufsatz "Das deutsche Recht in Bildern", ausgeziert mit den ihm von G. anvertrauten merkwürdigen Zeichnungen (lithographiert von K. E. Menzel) und mit dem Abdruck einiger Zeilen aus G.s Brief. Auch habe B. begonnen, sich über die anderen noch vorhandenen Zeichnungen zu informieren, um einmal eine vollständige bildliche Darstellung des Sachsenspiegels (von Eike von Repgow) drucken zu können. Noch beschäftige ihn aber seine nachträglich zu liefernde Dissertazion als Professor der Diplomatik ("De antiquis Silesiacis Sigillis"); diese werde Abbildungen (der Siegel) mit den seltsamen Zeichen der Schlesischen alten Notare enthalten. - B. übersendet seine bereits in den "Wöchentlichen Nachrichten" (1817, 66.-69. Stück) erschienene Abhandlung "Über die achteckige Gestalt der alten Kirchen, mit besonderer Berücksichtigung von Breslau" (Ruppert 2332) und wünsche eine aufmerksame, geschichtliche, wissenschaftliche u. unbefangene Prüfung seiner Auffassung. - Anfrage, ob G. die am 11. März 1817 (vgl. RA 7, Nr. 808) übersandten Zeichnungen von J. Mihes erhalten habe.
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