Tagebucheintrag

Tagebuch 1778, 16. Dezember 1778

– Diese lezte Zeit meist sehr still in mir. Architecktur gezeichnet um noch abgezogner zu werden. Leidlich reine Vorstellung vonvielen Verhältnissen. Mit Knebeln über die Schiefheiten der Sozietät. Er kam drauf mir zu erzählen wie meine Situation sichvon aussen aus nähme. Es war wohl gesagt von aussen. – Wennman mit einem lebt soll man mit allen leben, einen hört, soll man alle hören. Vor sich allein ist man wohl reine, ein andrerverrückt uns die Vorstellung durch seine, hört man den drittenso kommt man durch die Parallaxe wieder aufs erste wahre zurück. Garstiges Licht. auf Fr. geworfen durch viel seiner Handlungendie ich eine Zeit her durch passiren lassen. Gutheit von Steinen.Warnung solcher Menschen gut, aber nur selten. Offters ziehensie einen in ihre enge, arme Vorstellung. Jedes Menschen Gedancken und Sinnes art hat was Magisches. Kriegte die Lebensbeschr. von Kr. Dachte über die Musik. und die Zeichen Akad. Hundsfüttisches Votum von K in der Bergw. Sache. Glauer fingan Frizzens Statue an. Mir war die ☉ sehr lieb Gutmütiger Schn.Ich bin nicht zu dieser Welt gemacht, wie man aus seinem Haus tritt geht man auf lauter Koth. und weil ich mich nicht umLumpereyen kümmre nicht, klatsche und solche Rapporteurs nicht halte, handle ich oft dum. – Viel Arbeit in mir selbst zuviel Sinnens, dass Abends mein ganzes Wesen zwischen den Augknochensich zusammen zu drängen scheint. Hoffnung auf Leichtichkeit durch Gewohnheit. Bevorstehendeneue EckelVerhältn. durch die Kriegs Comiss. Durch Ruhe undGeradheit geht doch alles durch. Knebel ist gut aber schwanckend, und zu gespannt bey Faullenzereyund Wollen ohne was anzugreifen. Der Prinz in seiner Verliebschafft höchst arm. Der Herzog immer sich entwickelndund wenn sichs bey ihm mercklich aufschließt krachts, und dasnehmen die Leute immer übel auf. Im ganzen wird spät, vielleicht nie die Schwingung zu mindern seyn die der Ennui unter den Menschen hier erhält. Es wächsen täglich neue Beschwerden, und niemals mehr als wenn man Eine glaubt gehoben zuhaben.

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